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germanischen und den keltischen Bronzespiralen an Brust- undArmschmuck in der Form sehr ähnlich sind.
Verliebte Mädchen nehmen das erste, noch warme Küch-lein auch gerne unter die Schürze und gehen damit zum Dorf-brunnen um Wasser zu holen. Der erste Bursche, der ihnen da-bei begegnet und sie anspricht, wird ihr Schatz und Gatte.
Gesegnete Frauen müssen beim Küchlebacken sehr vor-sichtig sein; denn heifze Fettbläs'chen, die ihnen ins Gesichtspritzen, brennen auch dem Kinde unter ihrem Herzen ein rotesMuttermal ins Gesicht, das sich häfzlich erweitert, wenn sie dabeierschrecken und das Gesicht abwischen.
An Fastnacht darf auch derDorfhirt von Haus zu Hausgehen und Mehl, Speck und Küchlich etc. einsammeln. Erkommt dazu mit Handsäge, Messer und Meifzel, um den Stall-kühen nötigenfalls ihre langen Huf-Schlappen und ihre gefähr-lichen Hornspitzen abzuschneiden. Seine Frau setzt sichschweigsam in der Wohnstube neben die Tür und nimmt dieherkömmlichen Gaben dankend in ihren weifzen, mit einerServiette bedeckten Korb. -— Diese Sitte ist im Absterben; dennder Kuhhirt darf jetzt nicht mehr in die Ställe. Der täglicheAustrieb der Rinderherden hat seit 1875 fast ganz aufgehörtund die gehörnten Zugtiere treten sich auf den rauhen Straftenihre Schlappen oft allzusehr ab. Die Hilfe des Hirten ist alsonicht mehr nötig. Seine Hirten-Schalmei, d. h. sein demSchweizer Alphorn ähnliches, gebogenes Hirtenhorn aus Holzund Baumrinde, ist längst geborsten. Sein dudelnder Lockrufund sein Morgenlied: „Mädel, wenn du witt (= willst), — Geb'mer dein Kuh mit! — Geb' mer sie mit! Geb' mer sie mit!" istjetzt verstummt und vergessen.
Auch der tägliche Austrieb der Zucht- und Läuferschweineund das unmelodische Getön des Sauhirten aus seinem ge-bogenen Ochsenhorn an jedem Morgen des Sommers hat jetztfast überall aufgehört. Die Stallfütterung wird allgemein vorge-zogen und bei den Herbstweiden führen die Kinder des Hausesselbst die nötige Aufsicht,
Seit Einführung der Maischraumsteuer und ihrer drücken-den Kontrolle bei den Branntwein-Rohbränden sind im Westrichdie meisten kleinen Kartoffelbrennereien, welche aus selbst ge-pflanzten Kartoffeln die Schlempe für das Vieh lieferten,ganz unglücklich erdrosselt worden; denn damit erlosch auchdie einst so blühende Viehzucht. Wo einst 10 bis 20 feisteRinder und Ochsen standen, hungern jetzt vielleicht noch zwei
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