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Volkstum und Kirchenjahr : ein Beitrag zur Volkskunde der Pfalz
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Stern in unser Leben und in unser Volkstum hinein. Es er-innert uns immer wieder, wie alt wir auch werden, und wo wirauch leben mögen, an die Seligkeit und an das Jugendglück imElternhause unter dem glänzenden Christbaume und an dasChristkindchen mit seinen bescheidenen, aber stets beglücken-den, holden Liebesgaben.

Die alte Volkssitte verlangte an Weihnachten bei uns, inkatholischen Dörfern, von allen auch die Erneuerung der Got-tesliebe, durch innerliche Einkehr und Sakramentenempfang,ebenso wie an Ostern, an Maria Himmelfahrt und auch umAllerheiligen, also drei- bis viermal im Jahre. Es war jedesmaleine ergreifende Feier, wenn die Väter und die Grofzväter, dieernsten, alten Männer, dann beim Gottesdienste langsam undfeierlich zur Kommunionbank schritten, wenn sie vor den Augender ganzen Gemeinde ihren Heiland im Liebesmahle, in derHostie, also in Brotsgestalt demütig und gläubig empfingen,nachdem sie zuvor durch Reue und Beicht, durch Bufze undguten Vorsatz alle Sünden von sich abgetan hatten. Auch daswar ein Stück Volkstum, das stets erbaulich und tief in dasLeben der Familien und der Gemeinden einwirkte, und dasdort auch jetzt noch einwirkt.

Für Frauen und Mädchen war es immer Herkommen undgute Sitte öfterzum Nachtmahl" zu gehen, etwa alle vier bisacht Wochen, Das Kirchengesetz gebietet ja auch ihnennurmindestens einmal im Jahre" und zwar in der österlichenZeit den Empfang der hl. Sakramente in ihrer Pfarrkirche. Seit1903 aber wünscht die Kirche, dafz alle, auch die Kindervom 7. Jahre an, öfter, womöglich täglich, zum Tische des Herrngehen. Volkstümlich ist das bisher bei uns nicht geworden undkann es wohl auch nie werden, weil im Dorfe der täglichenAufgaben zu viele sind, und weil eine rechte Hausfrau morgensihren Kindern, ihrem Gatten und ihrem ganzen Hauswesenganz unentbehrlich ist. Wird sie aber einmal entbehrlich undin ihrem Hause durch eine andere ersetzt, dann ist das Unglückda, dann ist ihr Haus für sie verloren. Das gesunde Volkstumweife auch darin den goldenen Mittelweg zu gehen unddieKirche beim Dorfe zu lassen". Ein Zwang besteht ja in keinemFalle und der tägliche Gebrauch der Gnadenmittel wäre alleinauch noch nicht die praktische Frömmigkeit, wie unser Volk undVolkstum im Dorfe sie brauchen.

Weihnachten hatte bis in die Neuzeit drei Feiertage, jetztnoch zwei. Der dritte Weihnachtstag, das Fest des