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sie von der Liebe gespendet werden, ihnen Freude machen:Kleidungsstücke und Teile ihrer künftigen Aussteuer. — SolcheChristkindchen geben sich auch Liebende und Verlobte gegen-seitig, doch müssen Aepfel und Birnen und Nüsse und eingrofzes Lebkuchenherz, mit einer eingebackenen Mandel in derMitte, immer auch dabei sein. Selbstgefertigte Gaben, die vonLiebe und Opferwille zeugen, haben auch dabei stets den Vor-zug vor fertig gekauften. Darum die vielen Geheimnisse undNachtwachen der Mädchen und Frauen im arbeitsreichenAdvente.
Ist das Christkindel einmal ganz arm und hat es ein Hausfast ganz vergessen, ihm vielleicht viel Leid und Not ge-bracht, dann bringt es zuletzt doch wenigstens noch ein paarAepfel und Nüsse und ein kleines Lebkuchenherz. Die Kleinensind dann auch damit zufrieden, wenn sie die rechte Mutterhaben, die ihnen auch das Wenige liebevoll in einem neuensauberen Teller aufstellt und es mit ihrer Mutterliebe heiligtund vergoldet.
Für arme Stadtkinder ist an Weihnachten zumeistviel besser gesorgt. Sie bekommen ihren gemeinsamen Christ-baum mit vielen hellen Lichtern gewöhnlich schon in ihrerSchule und in der Kirche. Auch in den christlichen Vereinender Stadt wird der Christbaum geschmückt und der Weihnachts-gedanke gepflegt. Vielfach werden auch Weihnachtskrippenaufgestellt und Weihnachtsspiele aufgeführt um grofze undkleine Kinder zu erbauen und ihnen ein Stück Weihnachtsglückin das Herz zu zaubern. Die tiefe Innigkeit und die warmen,nachhaltigen Wirkungen der frommen, häuslichen Weihnachts-feier erreichen diese öffentlichen Darbietungen freilich selten,oder eigentlich nie.
In der Stadt zieht das Christkindchen nur einmal um,am dritten Sonntag im Advent, nimmt alle Briefe und Wünschein Empfang und bringt darnach seine Gaben am Heiligen Abendum 6 Uhr, wenn die Kirchenglocken den Festtag einläuten.Wo mehrere Zimmer vorhanden sind, wählt das Christkind dasbeste und ruhigste davon aus und bereitet darin mit Hilfe derMutter alle seine Gaben und seine Geheimnisse vor. Darumspähen dort die Kleinen schon drei Tage vor Weihnachten neu-gierig durch das Schlüsselloch um das Christkind und seineGeschenke vorzeitig zu erblicken und um den sülzen Duft desChristbaumes und der Zuckersachen einzuatmen. All das dürfensie aber erst bei der Bescherung am hl. Abende sehen. Das
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