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Volkstum und Kirchenjahr : ein Beitrag zur Volkskunde der Pfalz
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verderben sie sich leicht den Magen und werden krank, siebedürfen der Pflege und Bettruhe, häufiger Umbettung undFrischierung.

Dabei darf die kleine Puppenmutter und Hausfrau natürlichauch selbst nicht Not leiden; denn sie mufz doch alles verkosten,was sie kocht, und alles wegessen, was ihr Püppchen übrig läfzt,oder was ihm schaden könnte. Darum soll das Christkindchenmit guten Efzwaren, mit Aepfeln und Nüssen und Zuckersachen,mit Kleidern und Bändern und Bilderbüchern und Lebkuchennicht zusehr sparen; denn die Puppen haben viele Bedürfnisseund machen viel Arbeit.

Dieses dem Leben abgelauschte und fürs Leben vorbe-reitende kindliche Puppenspiel gefällt den Mädchen ziemlichlange. Ja auch grofze, heiratsfähige Mädchen bewahren undputzen sich oft noch ihre Weihnachtspuppen, bis aus demSpiele Wirklichkeit wird und sie ihr Spielzeug ihren Kindernherrichten und vererben.

D e n B u b e n ist an Weihnachten viel schwerer das Rechtezu schenken als den Mädchen. Sie sind mit Gutsei und Puppenund bunten Bändern nicht zufrieden. Sie sind auch allzu leichtbereit alles zu zerschneiden, zu zerreifzen und zerbrechen. Darumerhält der kleine Bub zunächst nur ein Bilderbuch mit schönen,buntfarbigen Haustieren und lehrreichen Versen darunter, dieaber sein Schwesterlein oft viel rascher lernt als er selbst. Dazukommt dann ein Pferd und Wagen auf Holzrädern, Säbel,Helm und Bleisoldaten, ein Messer zum Schnitzeln, Lehm zumKneten, farbige Stifte zum Malen. Später braucht er laute undpraktische Sachen: Eine Trompete, eine Trommel, eine Mund-harmonika, einen Handschlitten und Schlittschuhe, oder wenig-stens einBrell oder Brettel", d. h. ein Eiskärchel, fest unds'tark, vom Vater selbst gefertigt, damit er auf diesem Brettel,das über zwei glatte Eichenläufe festgenagelt ist, über Eis undSchnee die steilsten Bergabhänge heruntersausen kann, ohnedafz es dem wilden Buben auf holperiger Rodelfahrt unter demLeibe zerbricht. Dann wünscht er sich eineHeck", d. h. eineVogelhege, einen grofzen, hölzernen Vogelkäfig, in demmindestens ein Dutzend Vögel bequem Platz hat, die er sichauf dem Futterplatze im Hofe unter dem Strohreiter fängt undüber Winter füttert, damit er sie täglich im Zimmer beobachtenund studieren kann.

Grofze Kinder erhalten vom Christkindchen zumeistauch praktische Gaben, die den Bedürfnissen dienen, und weil