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und die Umkleidung aller zum Feste. Nach dem Nachtessenwird in vielen Häusern im Beisein der ganzen Familie und mitHilfe der Kinder im Wohnzimmer „der Zuckerbaum" ge-putzt. Eine mäfzig hohe, junge Fichte oder Tanne wird aufrecht ineinem Halter befestigt und dann mit „Zuckerbackes", mitAepfeln und Birnen und mit vergoldeten und versilbertenNüssen, die im Notfalle auch nur angefeuchtet undmit Weifzmehl umkleidet wurden, dicht behängt. Auch mit„Schneeflocken" aus weifzer Watte und mit goldenen „Engels-haaren", mit glitzernden Eiszapfen und farbigen Kugeln ausGlas wird das Bäumchen geschmückt. Darnach wird es mitkleinen, weifzen Christbaumkerzen besteckt. Zuletzt werden oftauch praktische Geschenke, Zuckersachen, kleine Zucker-brezeln, Ringe und Zuckerherzen für die grofzen und für diekleinen Kinder des Hauses darangebunden.
Ist der Christbaum fertig geschmückt, dann wird er vomBoden auf den Elztisch gehoben und die Bescherung be-ginnt. Die Mutter legt alle Gaben darunter, die das Christkindihr offen oder verhüllt für jedes Einzelne übergeben hat. Siewerden enthüllt und verteilt und bewundert, mit Dank undFreude betrachtet, wenn sie auch oft recht arm und spär-lich sind.
Dazu kommen für die Kleinen die bereits bekannten Ge-schenke von früheren Jahren, die bis zum Advente in derKommodschublade der Mutter verwahrt lagen, dann aber in derAdventszeit dem Christkindchen zur Reinigung und zur Er-neuerung wieder mitgegeben wurden. So kommen für dieMädchen auch die lieben, alten Puppen jetzt wieder zum Vor-schein, doch sind alle ganz frisch gewaschen und neu aufge-putzt. Darum gefallen sie und sind fast lieber als die neuenzuvor. Ebenso erscheint das alte Spielzeug wieder, fast lauterkleine, bunte, niedliche „Sächlich", wie spielende Kinder undbelebte Puppen sie brauchen können. — So erhält jedes jungeMädchen vor allem eine Glieder-Puppe, eine kleine, weibliche,wohlgekleidete. Ihre Glieder bestehen aus Holz oder aus Gipsoder aus Leinwand, die mit Sägemehl gefüllt ist. Dazu gehörenzwei bis drei vom Christkind, d. h. von der Mutter selbst ge-fertige Anzüge aus kleinen Stoffresten zum Wechseln und Um-kleiden. Dazu kommt ein Bettchen, ein Tisch und Stuhl, Tel'erund Löffel, und was sonst in eine kleine Stube oder Küche ge-hört, um kochen und backen, die Puppen betten und fütternund pflegen zu können; denn von dem vielen „Zuckergebackes"
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