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ten und Iichtdurchglänzten Sälen der Scharfenecker, die imRofzberge verzaubert wohnen. Er überreicht ihm dort auch diegoldene Rose zu ihrer Erlösung, die aber trotz herzhafter Ver-suche bisher noch keinem gelungen ist.
Der Advent ist für alle Christenmenschen eine Vorberei-tungszeit auf die Ankunft des Welterlösers und daher auch eineernste Bufzzeit, aber keine Fastenzeit. Fleischspeisen sind imAdvent so wie das ganze Jahr hindurch erlaubt. Sie sind alsonur an den Freitagen verboten. Fasttage mit einmaliger Sät-tigung sind nur die drei Quatembertage vor Winteranfang, hierder Mittwoch, Freitag und Samstag in der dritten Advents-woche.
Am dritten Adventssonntage, dem Sonntag Gaudete,unterbricht auch die Kirche den Ernst der Adventszeit. IhreLiturgie ist da auf den Ton der Freude gestimmt und der Prie-ster darf sogar rosenfarbene Mefzgewänder anziehen, wenn ersolche hat. Der Introitus der Messe beginnt: „Gaudete in Do-mino semper! Freuet Euch im Herrn allezeit und abermals sageich Euch, freuet Euch!" Der Gottesdienst schliefzt an diesemTage mit dem Ambrosianischen Lobgesang: „Grofzer Gott, wirloben Dich!", zum Danke für den Erntesegen des letzten Jah-res; denn der dritte Adventssonntag ist zugleich auch dasErntedankfest. Die alte Sitte verlangt an diesem Tageden „Erntebraten" auf dem Bauerntische.
Der Winter ist für die Dorfbewohner immer das unan-genehmste Jahresviertel, insbesondere für die Kleinen. Dieenge, dumpfe Stube macht sie bleich und krank. Für die Kältedraufzen sind ihre Kleider und Schuhe zu dünn und durchlässig.Daher ihr Jubel über die ersten Märzveilchen und Anemonen,über Schlüsselblumen und andere Frühlingsboten.
Dem Bauern selbst tut die kurze Winterruhe gut. „Geht dieNatur zu" mit Eis und Schnee im Winterschlafe, dann drischter seine letzten Halmfrüchte, bringt sein Haus- und Ackergerätin Ordnung, flicht Weidenkörbe, schnitzt Schindeln für seineDächer etc. und sitzt dann auch manche liebe Stunde bei seinerFamilie hinter dem warmen Ofen. Dabei runden sich seineGlieder und seine Muskeln sammeln wieder neue Kraft zurneuen Frühlingsarbeit, zumal wenn ihm seine Schweinezuchtgediehen ist, und wenn sein Adventsmetzger die Schlachtunggut besorgt.
Schon unser ältester pfälzischer Kirchenkalender vom Jahre1366 sagt: Querit habere cibos porcos mactando
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