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denn er geht immer um, besonders aber in jedem Winter undvorab in jedem Advente. Bald steht er in seinem weiten, dunk-len Mantel und mit seinem grofzen, schwarzen Schlapphut, dener tief ins Gesicht gezogen hat, plötzlich vor den nächtlichenHolzholern. Er erschreckt sie und zwingt sie ihre Traglast ab-zuwerfen und zu fliehen. Bald bedrängt und verlacht er auchspäte, harmlose Wanderer. Er verblendet sie und führt sie aufIrrwege, oder er setzt sich ihnen auf den Rücken und läfzt sichvon ihnen tragen, bis sie schweifztriefend und todmüde zusam-menbrechen. Oft saust er auch im Schneewetter und imSturmwinde mit lauten Jagdrufen und heiserem Hundegebell umseine ehemalige Burg Scharfeneck und schiefzt mit seinen weit-hin treffenden Speeren und Pfeilen nach gespenstigem Wildeund nach dem frommen Ritter von der nahen Ramburg, dener wegen seines Glückes hafzt.
Zu dem geisterhaften Gefolge dieses wildenJägers gehören aufzer seinen Knechten und Hunden auch dieNachtraben und die laut klagenden Nachteulen; ferner die bel-lenden Füchse und gespenstige Rehe, die in kalten Winter-nächten oft um die Ruine der alten Burg röhren. Dazu gehörtauch „der dreibeinige Has", der fast in jedem Advente nachtsdurch das Dorf läuft und von der gröfzeren Dorfjugend mitlautem Geschrei verfolgt wird, bis er plötzlich spurlos ver-schwindet. — Gefährlicher als diese sind die grofzen, schwarzenHunde mit feuerigen Augen, die ebenfalls um Weihnachtenhäufiger als sonst in Wald und Flur umgehen, sich in die Wegelegen und die Wanderer auf gefährliche Abwege zu drängensuchen.
Zu den holden und unerlösten Geistern, die im Adventeund manchmal auch noch später bei uns umgehen, gehört auchein müder, frierender Mann, ein nackter, stiller Geist, der einstöfter zu den Pottaschsiedern von Dernbach kam und in derwarmen Ecke ihrer Hütten ausruhte. Auch er bat um Erlösungfür sich und die Seinen, die in goldschimmernden, hellglänzen-den Sälen der Burg beim festlichen Mahle tief drunten imSchofze des Schlofzberges sitzen. Eine goldene Rose ist derSchlüssel zu ihren goldenen Sälen und zu ihren Schätzen inschwarzer Truhe, die ein riesengrofzer Hund mit feurigenAugen und mit feurigem Atem bewacht.
Der stille, nackte Geist, von dem im Dunkel der Winter-nacht mildes Licht und laue Frühlingswärme ausstrahlen, führtalle 700 Jahre nur einmal einen Erlöser zu den goldgeschmück-