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Tag so tief und mächtig auf unser Volk einwirkt, nicht auchein Stück deutschen Volkstums geschaffen habe, ja selbst auchvolkstümlich im besten Sinne des Wortes geworden sei, so gutwie die alten Naturreligionen, die im deutschen Volke einstbodenständig und volkstümlich waren.
Darum dürfen auch die religiösen und die kirchlichen Ge-bräuche unseres Volkes, sein aktives und passives Mitwirkenbei den Gottesdiensten und seine volkstümlich gewordene Teil-nahme an der- Liturgie und an der Feier des Kirchenjahres vonder Volkskunde nicht übergangen, vom heimischen Volkstumsnicht abgetrennt werden.
Dabei sind freilich Entgleisungen zu vermeiden,' indie z. B. der Heidelberger Stadtpfarrer Dr. Stubenvoll 1891 inseinem Buche „Heidentum im Christentum" geraten ist. Erfährt mit seiner vergleichenden Wissenschaft im ganzen Heiden-tume umher, und wo er dort christliche Anklänge findet, schreibter sie dem Christentume in sein Schuldbuch als erborgtesHeidentum.
Wohl haben wir auch in unserem Volkstume noch vor-christliche Anschauungen und Gebräuche behalten, allein diesesind mit Hilfe des Christentums längst auch christlich geworden.Wie die wissenschaftliche Kritik die einzelnenVolksbräuche werten und in unsere Kulturgeschichte einstellenmufz, das zu betrachten kann hier nicht unsere Aufgabe sein-Das wäre hier auch eine wenig fruchtbare und eine sehr undank-bare Aufgabe.
Wieviel altes Volkstum unsere heutige, moderne Pfalznoch besitzt, hat zuerst August Becker 1858 in seinemschönen Buche „Die Pfalz und die Pfälzer" und nach ihm L.Schandein gezeigt in der „Bavaria" 1867. Abteilung IV 2.Dazu habe ich 1896 meinen „Pfälzischen Bauernkalender", eineVolkskunde der Hinterpfalz, gefügt, Prof. Beyschlag seinen„Volksglauben und -Brauch im Herzogtum Zweibrücken" 1921,Albert Pfeiffer die „Pfälzer Volksbräuche in der Karwoche" 1922etc. Diese Sammlungen hat Prof. Albert Becker 1925 in seiner„Pfälzer Volkskunde" vermehrt und mit der gesamten einschlä-gigen Literatur verglichen. Er hat uns dadurch die erste um-fassende und vergleichende, die erste wissenschaft-liche Volkskunde der Pfalz geschrieben.
Erschöpfend konnte natürlich auch diese wertvolle Arbeitnicht sein. Den Reichtum unseres kirchlichen Volkstums undunseres katholischen volkstümlichen Kirchenjahres, die Gröfze,
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