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das täglich schwer arbeiten mufz, das bescheiden und genügsamseine mageren Bergäcker bebauen soll bis hinauf zu den Höhen,wohin kein Zugtier mehr den Pflug und Dungwagen ziehenkann, es braucht auch heute noch sein starkes und lebendigesVolkstum, das alle in Freud und Leid und treuer Notgemein-schaft tief und fest zusammenhält, das alle mit ihren Nachbarnund mit der Scholle ihrer Heimat, mit Haus und Herd innigverbindet.
Darum mufz unser Landvolk fromm und konservativ bleiben.Es kann seinen Sonntagsfrieden und die erhebendenRuhepausen seines Kirchenjahres nicht entbehren. Sein kirch-liches und aufzerkirchliches Volkstum gibt seinem Leben zäheKraft und Bodenständigkeit, Erhebung und Gottvertrauen, frohenWechsel und Erholung, inneren Reichtum und Seelenfrieden.Wie arm und krank ist dagegen das äufzere und innere Lebenvieler Stadtmenschen trotz Spiel und Sport, trotz Kinos undVergnügungsvereinen!
Ein gesundes D o r f k i n d, dem tüchtige Eltern und Lehrerdie Augen geöffnet haben für das tausendfältige Leben in derNatur, für die reichen Schönheiten des ländlichen Sonnenjahres,für die erhebenden Freuden seines Kirchenjahres, das all diesesSchöne mit frohem Herzen und frischen Sinnen verständig undtätig miterlebt, mitfeiert und mitgeniefzt, es ist auch heute nochmitten hinein gestellt in eine doppelte Fülle reichen, reinenGlückes. Es mufz nur die Fähigkeit haben all das Schöne,in dem es lebt, auch recht zu begreifen und recht zu geniefzen.
Auch i c h habe dieses Glück unseres ländlichen Volks-tumes viele Jahre in vollen Zügen genossen, und wenn einmaldie Tagesarbeiten und das Kirchenjahr, die strengen Pflichtenund der Volksbrauch alle zusammen uns frei liefzen und Pausemachten, dann boten Wald und Flur gar manchen lieben Son-nensitz und Studienplatz, wo die Blumen am buntesten blühten,wo die Bienen und Hummeln, die Grillen und Heuschrecken amlustigsten sich tummelten. Oft genügte auch der elastischeWipfel eines jungen Kastanienbaumes, auf dem wir federleichthoch oben hin und her schaukelten und mit den Waldvögelnleise um die Wette sangen. Auch das gehörte zu unseremländlichen Glücke und zum Volkstume meiner Heimat. Wenndabei die altgermanischen Naturgötter, die Äsen und Wanen,die Elfer, und Nixen und Zwerge auch nicht mehr in unseremGlauben und Wissen fortlebten, in unseren Herzen und Sinnenhaben wir sie noch überall geahnt und tätig gesehen und
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