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und Segen geheiligt und mit dem Christentum in Einklang ge-bracht. So hat sich von den vorchristlichen, einst unvermerktchristianisierten Gebräuchen mancher bis heute erhalten imAnschlufz an die Zeremonien der katholischen Kirche und andie christlichen Heiligenfeste.
Auch von den vorchristlichen Festen des alt-germanischen Sonnenjahres sind uns die drei höchstenmit ihren volkstümlichen Gebräuchen unbewufzt erhalten ge-blieben: „DielangeNacht" des Julfestes am 21. Dezember,das Fest der Wintersonnenwende, Balders Geburtstag; ferner„der lange Tag" des 24 Juni, das Fest der Sommersonnen-wende, Balders Todestag, und das Frühlingsfest am1. Mai, der „Tag der Odinsfreite" im Norden, bei uns derPholtag oder Balders Vermählungstag.
Seit der Ausbreitung des Christentums im 6. Jahrhunderthat sich bei uns allmählich auch ein ganz neues, frühchrist-lich e s V o 1 k s tu m mit alten und neuen christlichenVolksgebiäuchen gebildet. Das bezeugen insbesondere jenealten Volksgebräuche, die heute noch mit den alten, längstnicht mehr gebräuchlichen Anfängen des frühchrist-lichen Kirchenjahres verbunden geblieben sind; dennauch das christliche Kirchenjahr hat sich erst allmählich zuseiner jetzigen Vollkommenheit und Gleichmäfzigkeit der Fest-folge und Festgebräuche entwickelt.
Ursprünglich begann das Kirchenjahr aus guten Gründenmit dem Osterfeste, mit der Auferstehung Christi, demAngelpunkte unseres Glaubens, also mit Frühlingsanfang imMärz.
Dann begann es eine Zeitlang mit E p i p h a n i e , mitder Erscheinung des Herrn am Dreikönigstage, dem 6. Januar.
Seit dem 6. Jahrhundert aber begann es mit Christi Ge-burt, an Weihnachten. So wurde z. B. Karl der Grofzeam ersten Weihnachtstage des Jahres 800, der zugleich auchNeujahrstag war, vom Papste in Rom zum Kaiser gekrönt.
Als dann aber zu Beginn des 9. Jahrhunderts dem Weih-nachtsfeste der Advent als kirchliche Vorbereitungszeit vor-gelegt wurde, hat auch das Kirchenjahr mit dem erstenSonntage des Advent, also ungefähr vier Wochen vorWeihnachten, seinen Anfang zu nehmen begonnen. Und so istes geblieben bis heute.
Im bürgerlichen Leben aber datieren wir die Ur-kunden und Schriftstücke schon lange nicht mehr nach dem