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Die Büchererwerbungen der Kölner Stadtbibliothek
Entstehung
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bibliotheken vertretenen Litteraturzweige nicht gänzlich aus-zuschliessen, sondern wenigstens mit dem einen oder anderengrundlegenden oder encyklopädischen Werke zum Nachschlagenauszustatten, um das Publikum über die Hauptergebnisse allerWissenschaften wenigstens in grossen Zügen zu unterrichten.Dass unter den notwendigen Werken auch diejenigen, welchewegen ihres hohen Preises dem Publikum unerschwinglich sind,in eine öffentliche Bibliothek gehören, ist ein Grundsatz, dersich aus dem Wesen einer mit öffentlichen Mitteln ausgestattetenAnstalt ergiebt und schon mehrfach bei der Auswahl von An-käufen in den Beschlüssen der Deputation für die Bibliothek-verwaltung zum Ausdruck gelangt ist. Meist sind es strengwissenschaftliche Werke, aber auch eine ganze Reihe vonSchriften populärer Richtung besitzt die Bibliothek, und siemuss sie besitzen. Die Erfahrung lehrt, dass gerade die An-regung zu wissenschaftlicher Thätigkeit oder ernster Lektürevielfach von den populäreren Schriften, wie sie, besondersauf naturwissenschaftlichem Gebiete, in den letzten Jahrzehntenin grösserer Zahl erschienen sind, auszugehen pflegt. Kanneine Bibliothek in dieser Richtung thätig sein, so wird, wennauch nur allmählich, die dem Wesen einer solchen Anstaltentsprechende Einwirkung auf das Belehrung suchende Publikumsicherer eintreten, als mit Hülfe irgendwelcher Art von Re-klame. Das nicht selten gehörte Bedenken, eine Bibliothekkönne in ihrem Ansehen als wissenschaftliche Anstalt durchgewisse Abweichungen von der streng wissenschaftlichen Bich-tung eine Einbusse erleiden, ist ganz nebensächlicher Natur;ist eine Bibliothek imstande, ihre Bücherschätze nicht blossden gelehrten Kreisen, sondern ebenso dem gebildeten undBildung suchenden Bürgerstande zugute kommen zu lassen,so liegt darin nicht eine Einschränkung, sondern eine wohl-bedachte Erweiterung derjenigen Aufgaben, welche sie als wissen-schaftliche Studienbibliothek in erster Linie zu lösen hat.

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