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bis 1790 geht. Auch die Juristen-Facultät hat ein entsprechen-des Verzeichniss geführt, welches in der Mitte des siebzehntenJahrhunderts beginnt. Ob auch in der medicinischen Facultätähnliche Aufzeichnungen aus älterer Zeit vorhanden sind, hatzur Zeit nicht in Erfahrung gebracht werden können. DemSchreiber dieses war die Existenz dieser Verzeichnisse, mit Aus-nahme des „Album Ordinis Philosophorum", dessen Krabbe,Universität Rostock, S. 69 erwähnt, unbekannt geblieben, und inletzteres eine Einsicht zu erlangen, hatte er bei seinem Aufent-halt in Rostock keine Veranlassung genommen. Jetzt hat ihmjedoch über die Existenz dieser Verzeichnisse Herr Dr. Ad. Hof-meister zu Rostock nicht blos Mittheilung gemacht, sondernin freundlichem Entgegenkommen auch Auszüge aus denselbenübersandt, welche hier den Auszügen aus der allgemeinen RostockerStudenten-Matrikel angereiht werden. Zugleich theilt Herr Dr.Ad. Hofmeister mit, dass das Verzeichniss der Juristen-Facultätkeine Livländer enthalte. Leider sind in dem „Album OrdinisPhilosophorum" bis 1550 die Angaben über den Geburtsort weg-gelassen, so dass es erst von da an möglich war, die Livländerherauszufinden.
In der Besprechung der in dem Band VIII. der Mittheilungenherausgegebenen Matrikel der schwedischen Universität Dorpatund in dem Artikel: Ueber die Beziehungen Livlands zur Uni-versität Rostock, im Inlande 1855, S. 682 und 697 äussert sichder Akademiker A. Schiefner unter Anderem dahin: „Schon voreinigen Jahren war ich gesonnen, ein Verzeichniss der Studiren-den nach dem bekannten Werk von Sommelius und einigen andernQuellen anzufertigen, musste dieses Vorhaben jedoch bald auf-geben. Um so freudiger begrüsste ich das nun vorliegende Ver-zeichniss, das gar verschiedenartigen Arbeiten zu Grunde gelegtwerden kann. Interessant wäre es, nach den verschiedenenliterarischen und biographischen Sammelwerken Schwedens undder gelehrten Welt überhaupt, die späteren Schicksale dereinzelnen Mitglieder der Universität zu ermitteln, wo-bei freilich auch die Archive der einzelnen Städte mit zu durch-stöbern wären." Und ferner: „Eine Aufgabe der gelehrten Ge-sellschaften der Ostseeprovinzen wäre es, sich aus den Matrikeln