Druckschrift 
Die schöne Magelone : Hystoria von dem edeln Ritter Peter von Provenz und der schönsten Magelona, des Königs von Naples Tochter ; älteste deutsche Bearbeitung nach der Handschrift der Preussischen Staatsbibliothek Germ. 4 ̊1579
Entstehung
Seite
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die offensichtliche Neigung zum Hervorheben and Betonen ge-steigerter Gefühlsmomente muß er in dieser Schule gelernt undempfangen haben. Ob es richtig ist, was Loßnitzer seinerzeitgleichfalls behauptete, daß unser Büchlein mit seinen flotten,zuweilen, wie es ja in der Natur der Skizze liegt, nur flüchtigangedeuteten, aber doch stets mit großem technischen Geschickund hoher künstlerischer Empfindung gezeichneten Bildern nureine erste flüchtige Fassung des zur Ausführung im Holzschnittbestimmten Buchschmucks bieten und dem Autor bzw., wiewir nun sagen müßten, dem letzten Bearbeiter und dem Ver-leger erst noch zur Billigung vorgelegt werden sollte, möchteich dahingestellt sein lassen. So etwas läßt sich weder be-weisen noch widerlegen, ist aber andererseits auch für die Be-urteilung der künstlerischen Qualitäten ohne Belang.Wir sahen oben, daß das Werk in Nürnberg verfaßt und unsereHandschrift in Nürnberg geschrieben ist; es ist also mit größterWahrscheinlichkeit anzunehmen, daß auch die Zeichnungen indieser Stadt entstanden sind und daß wir den Zeichner der-selben unter den in Nürnberg sei es dauernd, sei es vorüber-gehend wirkenden Künstlern zu suchen haben. Vielleicht läßt sich

also die skizzenhafte

und offenbar eilfertigeArt unserer Bilder bes-ser mit den Tatsachender Zugehörigkeit desZeichners zur Donau-schule und des Nürn-berger Ursprungs derHandschrift dadurch inEinklang bringen, daßwir annehmen, daß einRegensburger Künstlersie einem NürnbergerGastfreunde bei ei-nem vorübergehendenBesuche daselbst inseine Handschrift ein-zeichnete. Als Spezi-mina_ für den Verleger

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