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Sachen kam im Jahre 1815 wenigstens ein kleiner Teil, etwa einViertel der Kupferstichsammlung, zurück.
Die Bibliothek, welche dem in demselben Jahre im ehemaligenJesuitenkollegium gegründeten katholischen Gymnasium zugeteiltwurde, erhielt erst eigentlich den Charakter einer öffentlichenSammlung, als im Jahre 1824 mit der Berufung des BibliothekarsFranz Ferdinand Pape für eine Neuordnung und Katalogisierunggesorgt wurde; das Ministerium einigte sich mit der Stadt, welcheEigentumsansprüche auf die Bibliothek erhoben hatte, dahin, dassletztere aus den Fonds des Gymnasiums unterhalten, zur Benutzungaber auch den Bürgern von Köln zugänglich gemacht werdensollte. Unter Pape, welcher anfangs zugleich Gymnasiallehrerwar, später aber ausschliesslich als Bibliothekar fungirte, ent-wickelte sich die Bibliothek immer mehr zu einer gemeinnützigenAnstalt; 1826 erhielt sie vom Ministerium einen einmaligen Zu-schuss von 1000 Thlrn. zur Ausfüllung grösserer Lücken; derregelmässige Kredit zur Vermehrung der Bibliothek wurde imEtat des Gymnasiums festgesetzt und betrug seit längerer Zeitjährlich 121)0 Mark.
Im Frühjahr 1846 trat Pape an die Bonner Universitäts-bibliothek über; zu seinem Nachfolger wurde Heinrich Düntzerernannt, unter dessen nahezu 40 Jahre währender Leitung dieBibliothek, welche im Sommer 1871 in einen an St. Gereon er-richteten Neubau verlegt wurde, sich auch über die Mauern Kölnshinaus einen wohlverdienten Ruf erworben hat. —
Eine Vereinigung und gemeinsame Verwaltung der KölnerBibliotheken wurde schon vor mehr als einem halben Jahrhundertangeregt, aber ohne Erfolg; als zwcckinässigster Mittelpunkt fürdie Vereinigung hat wohl anfangs das Wallrafsche Museum ge-golten, 1 ) zu eigentlichen Verhandlungen scheint es aber damalsnicht gekommen zu sein. Dagegen wurden solche seit dem Jahre1861 zwischen der Stadtverwaltung und dem Verwaltungsrate derGymnasial- und Stiftungsfonds, welchem die Bibliothek unterstand,sehr lebhaft gepflogen. Die Grundlage der Verhandlungen hatmehrfach gewechselt; während es sich anfangs, infolge des Ver-kaufes der u. a. für die Gymnasialbibliothck benutzten Teile des
') Vgl. Beiblatt der Kölnischen Zeitung 1828 Nr. 16 und 18.
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