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in der Folge nicht genügen, um das Archiv und die gesamteBibliothek in ordnungsmässiger Weise aufzustellen und benutz-bar zu machen, 1 ) sodass sich schon jetzt ein lebhaftes Bedürfniszur Herstellung eines Neubaues geltend machte.
Bibliothekbeamte. Die Verwaltung der Bibliothek war,wie oben erwähnt, im Jahre 1819 mit dem Archivariat auf denStadtsekretär, spätem Obersekretär Fuchs 2 ) übergegangen; er hatdieses Nebenamt, für welches er nicht einmal förmlich verpflichtetworden war, nahezu 40 Jahre mit grosser Hingebung verwaltet;seine zahlreichen, handschriftlich im Stadtarchiv aufbewahrtenhistorischen Arbeiten, seine ausführlichen und sorgfältigen Reper-torien über die Bestände des Archivs und der Bibliothek sindZeugen der rastlosen und erfolgreichen Thätigkeit, welche erneben seinen Geschäften als Stadtsekretär entwickelt hat. DieAnstellung eines geeigneten Gehülfen, welcher „die Registratur-und Archiv-Arbeiten besorgen sowie die bei der Rathaus-Bibliothekund der auf dem Rathaus aufbewahrten Wallrafschen Bibliothekvorkommenden Arbeiten wahrnehmen" könnte, wurde bereits imJahre 1836 in Erwägung gezogen, 3 ) ist aber damals nicht erfolgtErst nach Fuchs 1 Tode wurde eine besondere Archivarstellegeschaffen und durch Verfügung des Oberburgermeisters vom1. August 1857 dem bisherigen Vikar in Königswinter, LeonardEnnen, 4 ) welcher sich durch einige grössere Beitrage zur kölni-schen Geschichte bekannt gemacht hatte, verliehen. Derselbeübernahm, laut Dienstinstruktion vom 1. August 1857, ausserden Archivalien die Verwaltung, Bewahrung und Ordnung der
') Ennens Berichte vom 1. "Januar 1807, 2. Januar und 1. Juli 18G!>.
s ) Peter Fuchs, geboren 1782 zu Köln, 18Ü-1 .Sekretär heim französischenTribunal, 1812 nach Cleve versetzt, 1815 Stadtsekrelär in Köln, 185-1 zumEhrendoktor beider Rechte promoviert, f am 12. Februar 1857. Näheres beiEnnen, Zeitbilder S. 373 ff.
3 ) Bericht des Oberbürgermeisters au die königliche Regierung vom22. August 1836.
4 ) Leonard Ennen, geboren 5. März 1820 zu Schieiden in der Eifelstudierte Theologie in Bonn, Münster und am Kölner Priesterseminar, 1815zum Priester geweiht, in demselben Jahre Vikar in Königs« inter, 1857 Stadt-archivar in Köln, f am 14. Juni 1880. Vgl. die Nekrologe in der KölnischenZeitung vom 21. Juni 1880, II. Blatt, und in der Zeitschrift des BergischenGeschichtsvereins Band 10.
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