bin erfodern, mithin mir keine Zeit zu Ne-benarbeiten übrig lassen. Dießmal war ichaber durch den traurigsten Verlust meinesbesten Freundes, in die Nothwendigkeit ge-setzet worden, meinen durch Traurigkeitganz zerrütteten Geist, durch ungewohnteBeschäftigungen von dem Vorwurf meinesSchmerzens abzuziehen. Um dieses zu er-reichen, glaubte ich am dienlichsten eineMaterie durchzuarbeiten, die mir zwar an-genehm wäre, aber doch nicht zu meinemFache gehörete. Nichts war natürlicher,als daß ich auf diejenige Materie vorzüg-lich fiel, aus welcher ich auch selbst denreichsten Trost schöpfen konnte. Ich meynedie Bestimmung des Menschen durch Re-ligion. Eine Materie die mir, ich dankees der Vorsicht, schon seit langen Jahrenals die einzigste, aus welcher der Menschwahres Glück und Zufriedenheit schöpfenkan, geschiehnen. Ihre Betrachtung hatmich
Druckschrift
Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen
Entstehung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten