Druckschrift 
2 (1878) Provinz Rheinhessen
Entstehung
Seite
505
Einzelbild herunterladen
 

- 505

nnn.-lo in LLLlssill llÄ.Asns, Augnstiner-Ordens, i„ derWormser Diöcese. daß sie mit Conseils Abts Cipriansund des Couvents von Frankenthal, dem ^unernatio undre^iiusn ihres Hauses zustehe, ihre Ländcreien bei Gerolds-heim, zu Scharre und Sunthofen dem Kloster Schönaugegen einen erblichen Iahreszins uon 15 Malter Korn und2 Gäusen, abzuliefern vor ihrem Speicher zn Hagcne, über-lassen haben. Da die Augustincrinncn zu Hagcne kein eigenesSiegel hatten, so wurde die Urkunde vom Wormser Bischofund den Frankcnthalcrn besiegelt ^).

Bereits Nemling hat gegen Schannat darauf hingewiesen^),daß uutcr diesem Kloster nicht das in der Mainzer Diö-cese gelegene Prämonstratenscrinncu-Kloster Hagencbei Bolandcn, welches dem Abte zn Nodcnkirchen nntcrgcordnctwar, verstanden werden könne. Jedoch hat er sich nichtdarüber geäußert, wo dieses Kloster zu suchen sei.

Es hat sich nun bei Bearbeitung der den Lorscher Seebetreffenden Acten heransgestcllt, daß die seither einstimmigals Standort der ersten Lorscher Klostergründnng, des altenMünsters, angenommene Trümmcrstättc südöstlich des See-Hofes, unweit der alten Weschnitz im 15. Jahrhundert alsdas Münster znm Hanc, das Kloster genannt Haue, be-zeichnet wurde uud noch im !?. Jahrhundert war es bekannt,daß daselbst ein, allerdings fälschlich Lorsch zugeschriebenesNonnenkloster znm Haun cxistirt habe ^).

Wie ich in den: Nachtrag zu S. 162 zeigen werde, hatsich die feitherige Annahme über den Standort uon Altcn-mttnster als völlig haltlos ergeben. Der Grenzzug der WormserDiöcese, der hier mit der Gaugrenze zwischen Rhein- und

») ttuclen, 8Moxs :c, 282, Das Original befindet sich beimGntterei'schc» Apparntc im Lnzerner Staatsarchive.

3) Geschichte der Abteien und Klöster in Nheinbnyern II, IN, Anm.22. 158 Anm, 15.

<) Vergl. Fronhlwser: Altenmunster, im Quartnlblat! Nr, l unseresVereins ct« «77, 15-20.