IV. Hospitäler zum heil. Geist.
Zu Ende des 12. Jahrhunderts stiftete Guido vonMontpellier einen klösterlichen Convent von Manns- undFrauenspersonen, unter der Regel des h. Augustins, zurPflege der Kranken uud zur Ehre des heil. Geistes. DerPapst Innocenz III. bestätigte, 1198, diese Stiftung nicht nur,sundern ließ auch die Kirche uud die Gebäude bei 8anc?taMaria in 8a88ig. zu Nom zu eiuem solchen Hospital ein-richten, und berief sogar den Stifter und dessen Brüder vonMontpellier an dieses Hospital. Diese Art Hospitäler ver-breitete sich bald in Deutschland, wovon das zu Nom dasMutterhaus blieb.
Ws Eigenthümlichkeit dieser, wie der mittelalterlichenHospitalbauteu überhaupt muß hervorgehoben werden, daßsie meist absichtlich in der Nähe des Wassers, eines Flussesoder sonstigen Wasserlaufes angelegt waren. K.^
In diesen Hospitälern war aber nicht allein für dieleibliche, sondern meistentheils auch für die Seelenpflege ge-sorgt, indem mit diesen Anstalten gewohnlich Kapellen, selbstKirchen verbunden waren, deren Altäre von einer größerenoder minderen Zahl von Geistlichen versorgt wurden.
104. Das Hosmtal zum h. Geist in Dingen.
Zu Aingen befand sich schon 116? ein Hospital, dennzu dieser Zeit vermachte Abt Heinrich von Lorsch (-f- 29. Sept.116?) den Schwestern im Hospitale zu Aingen 30 Solidi').
Im Jahr 1296 beurtuudeu Georg, Dekan der Kirchezu Bingen, und der Schultheiß Peter, daß die Verwalter
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