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177. Die Marien-Vniderschast im Kloster MariaKron zu
Oppenheim.
Im Jahr 1440 übergeben die Brüder der Bruderschaftzu St. Maria im Kloster Mariakron bei Oppenheim demSt. Lorenz-Altare in der Collegiatkirche zu St. Katharina,mit Wissen und Willen des Dekans Johannes Crutzennacheund des Kapitels dieser Kirche, 50 fl. zur Stiftung einerVikarie daselbst und behalten sich deren Verleihung beuor^);1463 entscheidet Pfalzgraf Friedrich I. zwischen den Meisternnnd der Bruderschaft unfer lieben Frau zu Oppenheim,einer- und Nikolaus Frank, anderseits, dahin, daß Erstere,die dem Letzteren eine Vikarie im Stifte St. Katharina ver-liehen hatten, nachdem er nach einigen Jahren vonGrzbischofDicther von Mainz seiner Pfründe entsetzt und zu ewigemGefängnisse vernrtheilt worden, demselben nichts schuldig seinsollen ').
178. Die Bruderschaft der Weberzunft bei den Barfüßern
zu Oppenheim.
Im Jahr 1483 genehmigen Bürgermeister und Rathzu Oppenheim die Ordnung der Bruderschaft der Weber-znnft daselbst, die dahin lautet: Die Brüder uud Schwesternsorgen dafür, daß der Bruderschaft jährlich auf Moutagnach Fronfasten eine Seelenmesse gesungen oder gelesen werde,bei welcher Alle anwesend seyn und Jedes 5 Paternosterund 5 Ave Maria mit einem Credo den Verstorbenen derBruderschaft und allen gläubigen Seeleu zum Troste, beten,nnd an den Brudermeistcr 1 Pfennig entrichte, wer jedochwenigstens 1 Pfnnd Heller gebe, solle von der Entrichtungdes Pfennigs befreit seyn; wer an den Fronfasten und am
!) Frnnck, Gesch. v. Oppenheim, Urk. Nr. 182. b'er. VI. Post 5ll«oi>ill^>1. ae «lläem tmts aä viuo. 8. ?etri (29, Juli).
u) Frnnck, Gesch. li. Oppenheim, Urk, Nr. 195. Dllt. Hehdelberg,Dienst, nach St. Kilianstag (12, Juli).