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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
Entstehung
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Band IV.

II. Ahtheilung: Beschreibung der Präparate.

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d. 1

Toussii

X. A 110.

Amputationsstumpf von einem Oberschenkel, 7 cm lang,mit starker Kalluswucherung an dem peripheren Ende, abernur auf der grössten Hälfte der Peripherie. Markkanal ge-schlossen. Die Oberfläche ist von Längsfurchen und zahlreichenkleinen Oeffuungen durchsetzt. Ausser diesem Knochenstückgehört zu dem Präparat ein zweites von etwa 2 cm Länge mitzwei glatten Sägeflächen, von denen die eine genau auf dieefläche am zentralen Ende des zuerst beschriebenen Kuochen-stücks passt und augenscheinlich auf einen Reamputationssäge-schnitt zurückzuführen ist, während die andere jedenfalls voneinem erst an der Leiche (zur Gewinnung des Präparats) aus-geführten Schnitt herrührt.

X. A 111.

Aniputationsstuinpf des rechten Oberschenkels mit ab-gestossenem Sequester. Der Stumpf ist 10 cm lang und ge-wonnen durch Reaniputation. Der Sequester, welcher aus denoberflächlichsten Lamellen der lateralen Eläche des vorliegenden(primären) Stumpfes besteht, zeigt eine zirkuläre Ausdehnung,sprechend dem halben Umfange des letzteren, eine Längevon ungefähr 5 cm.

Jäger Wilhelm Richter vom 3. Jäger-Bat., rezipirt am28. August mit eiternder Amputationswunde; am selbigen TageReaniputation des Stumpfes. Geheilt am 8. Oktober 1866.

[Lazareth Görlitz, Oberstabsarzt Dr. Toussaint.|

X. A 112.Taf. XLI. Fig. 3.Amputationsstumpf eines Oberschenkels, gewonnen durchnachträgliche Resektion 8 cm oberhalb der Aniputationssäge-fläche. In der Umgebung der letzteren ein fast geschlossenerringförmiger Sequester. Jenseits der oberen Grenze desselbenmassige Kallusauflagerung.

Joseph Kleemann vom Oesterr. Inf. Regt. Mecklenburg,verwundet am 3. Juli 1866, amputirt am 9. Juli 1866. Resektiondes nekrotischen Amputationsstumpfes 39 Tage später, da derKnochen aus den Weichtheilen des konisch gewordenen Stumpfeshervorragte.

[Feldlazareth Cerevic]

X. A 113.

Amputationsstumpf des rechten Oberschenkels, gewonnendurch Reaniputation 9 cm oberhalb der ersten Amputationssäge-fläehe. Der Hand derselben ist umgeben von reichlichen Kallus-massen, welche dem Stumpf eine ausgesprochene Pilzform ver-leihen. Derselbe zeigt oberhalb der erwähnten Kallusmassenzahlreiche feine Längsfurchen und ganz kleine Oeffnungen.Markhöhle nicht geschlossen.

Vizefeldwebel Theodor Björnsen vom Holstein. Inf.Regt.No. s ."). erlitt am 18. August 1870 eine Schussfraktur der rechtenTibia und war deshalb am rechten Oberschenkel amputirtworden. Reaniputation am 9. Januar 1871 im BarackenlazarethBerlin (Esmarch). Geheilt.

[B. L. d. T. F.J

X. A 114.

Amputationsstumpf von einem Oberschenkel, gewonnendurch Reaniputation 7 cm oberhalb der ersten Amputationssäge-fläche. Dieselbe ist umgeben von blumenkohlartigem, nichtsonderlich reichlichem Kallus. Oberhalb des dadurch gebildetenKranzes zeigt der Stumpf zahlreiche feine Längsfurchen undkleine Oeffnungen. Die Markhöhle ist nicht geschlossen, da-gegen hat sie eine zentrale Exostose aufzuweisen.

Nekrosen, Sequester.

X. A 115.

Sequester aus einem Oberschenkel - Amputationsstumpf,14 cm lang.

Nathanael Weber vom Kaiser Franz Garde - Gren. Regt.No. 2, verwundet am 18. August bei Gravelotte, amputirt am19. August 1870 zu St. Privat la Moutague. Der Sequester wurdeentfernt am 17. Januar 1871, also 5 Monate nach der Amputation,im Barackenlazareth zu Berlin.

X. A 116.

Sequester eines Oberschenkel-Amputationsstumpfes, 18 cmlang.

Hermann Hadam, Gefreiter, Inf. Regt. No. 46, verwundetbei Nachod am 27. Juni 1866. Amputation am 18. Juli inReinerz. Extraktion des Sequesters am 6. März 1868.

[Garnisonlazareth Berlin, Stabsarzt Dr. Hahn |

X. A 117.Sequester aus einem Oberschenkel - Amputationsstumpf,10 cm lang, wurde 1 Jahr und 9 Tage nach der Amputationextrahirt.

Winkelmann, Füsilier des2.Schles. Gren.Regts.No.il, ver-wundet am 27. Juni bei Langensalza, amputirt am 20. Juli inder Mitte des Oberschenkels. Prima intent. der Hauptwunde.[Garnisonlazareth Berlin, Stabsarzt Dr. Hahn. |

X. A 118.Sequester aus einem rechtsseitigen Oberschenkel - Am-putationsstumpf, 8 cm lang.

Mergel, verwundet am 28. Juni 1866 bei Skalitz, amputirtam 7. Juli 1866, 8 Zoll unterhalb des Trochanter. Der Sequesterwurde am 30. Dezember 1866 extrahirt. Geheilt.

[Reservelazareth Reinerz, Stabsarzt Dr. Schwann. |

X. A 11 it.

Ringförmiger Sequester aus einem Oberschenkel - Am-putationsstumpf, 3 Monate und 10 Tage nach der Amputationextrahirt.

Deudon, amputirt am 25. September 1870 zu Strassburg.Sequesterextraktion am 5. Januar 1871.

X. A 120.

Ringförmiger Sequester aus einem Oberschenkel - Am-putationsstumpf, 3 Monate und 5 Tage nach der Amputationextrahirt. %

Revol, amputirt am 23. September 1870 zu Strassburg.Sequesterextraktion am 28. Dezember 1870.

X. A 121.

Ein 5 cm langer Sequester aus einem Oberschenkel-Amputationsstumpf, umgeben von dicken, unregelmässig ge-stalteten Kallusmassen, welche den Sequester flügeiförmigumfassen.

Das Präparat, welches aus zwei Theilen (Sequester undKallus) besteht und die Zusammengehörigkeit beider kaumnoch erkennen lässt, stammt von einem im Feldzuge 1870/71Verwundeten.

X. A 122.

Ausgedehnte Nekrose des Amputationsstumpfes eines rechtenOberschenkels. Länge des Stumpfes 26 cm. Das untere Endedes Femur ist bis etwa 7 cm unterhalb des Trochanter minor

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