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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
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Band I"
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Knochensplitter. Hüftgelenk voll rahmigen Eiters, Knorpelglatt. Venen an der Frakturstelle mit Eiter gefüllt. Thrombo-phlebitis der Vena femoralis bis zur Einmündungsstelle der Pro-funda, von da bis zur Iliaca communis einfacher Thrombus. Inbeiden Lungen zahlreiche metastatische Herde. Pleuritis puru-lenta duplex. Milztumor.
[B. L. d. T. F.]
X. A 91.
Konsolidirte Schussfraktur des rechten Oberschenkels,
dicht oberhalb der Kondylen.
Das untere Fragment ist mit der Spitze nach hinten, dasobere nach innen abgewichen. In dem entstandenen Winkelbilden abgesprengte Splitter und Kallusmassen einen vom un-teren zum oberen Fragment sich herüberwölbenden Bogen, sodass die ganze Frakturstelle eine apfelgrosse, mehrfach durch-brochene Höhle bildet, in der drei 2—4 cm lange, 1 — 3 cmbreite nekrotisirte Knochenstücke lose liegen.
Wilhelm Randau von 11. Komp. 6. Ostpreuss. Inf. Ilegts.No. 43, verwundet am 1. September 1870 bei Metz. Tod am12. Januar 1871 an Pyämie im Barackenlazareth Berlin.
Sektion: Rechter Oberschenkel 9 cm verkürzt. VernarbteSchusswunde an der inneren Seite unteren Drittels. Vereiterungdes Kniegelenks, Hüftgelenk frei. Streifschuss am rechtenUnterschenkel (innere Seite erstes Drittel) fast vernarbt, aberdarunter Vereiterung des Unterhautgewebes bis zum Fussgelenk,letzteres frei. Streifschuss am linken Hodensack mit Eröffnungder entsprechenden Hälfte desselben ohne Verletzung des Hodens.Pleuritis purulenta sin. infolge von metastatischem Abszess derlinken Lunge. Milztumor. Kindskopfgrosser Abszess im linkenund übergreifend auch im rechten Leberlappen, der in der Nähedes Hilus eine Lebervene thrombosirt hat. Der Thrombussetzt sich als wandständiger Belag bis in die Vena cava fort.
X. A 92.
Nicht konsolidirte Schussfrakturder Diaphyse des rechten Oberschenkels mit massiger Kallus-entwicklung.
Füsilier David Paulat vom Ostpreuss. Füs. Regt. No. 33,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte, gestorben am18. Juni infolge von Erysipelas.
[Stabsarzt Dr. Richter.]
X. A 93.
Taf. XXXVIII. Fig. 1.
Schussfraktur des linken Oberschenkels
durch Granatsplitter.
Das Präparat ist ein Jahr nach der Verletzung bei derSektion gewonnen. Die untere Epiphyse ist mit dem oberenStück durch unförmliche Kallusmassen, in denen zwei sehrgrosse und mehrere kleinere nekrotische Knochensplitter liegen,derait vereint, dass ihre vordere Fläche nach aussen sieht.Die Drehung um die Längsachse beträgt also einen vollenQuadranten.
Unteroffizier Karl Bley vom 5. Brandenburg. Inf. Regt.No. 48, verwundet am 3. Juli 1866. Schon am 31. Augustwar knöcherne Vereinigung der Frakturenden zu konstatiren.Während im Verlauf der Behandlung mehrmals nekrotischeSplitter entfernt wurden, zeigte sich am 20. Dezember 1866,dass die Spitze des oberen Bruchendes die Kutis durchbohrte.Die Unterextremität war beständig ödematös geschwollen. Unterhäufigen Schüttelfrösten, Diarrhöen und sehr reichlicherEiterung trat am 15. Juli 1867 Erschöpfungstod ein.
Die Sektion ergab, dass die nach aussen mündetfistulösen Gänge theils bis in die Markhöhle, theils nur inInnere einer grossen, mehrere nekrotische Fragmenteschliessenden Todtenlade hineinführen. Chron. OsteomyetFettmetamorphose der Muskulatur des Oberschenkels" ;gleichen der Kortikalis der Nieren und der Leber. I»gesund.
[Oberstabsarzt Dr. Biefel, Lazarett -
X. A 94.
Taf. XXXVIII. Fig. 2.Schussfraktur des linken Oberschenkels.Drei Monate nach der Verletzung. Die Bruchstückdurch reichliche Kallusbildung spitzwinklig derartigdass das untere Ende um 90 Grad nach innen gedrehDie Brücke ist durchgebrochen (Fig. 2 und 3), die iStellung zeigt die Fig. 1; in der Kallusmasse lagen fas,gelöste nekrotische Knochenstücke fest eingebettet.
Grenadier August Gollnick vom 3. Garde-Regt. iverwundet am 3. Juli 1866, gestorben am 11. ÜktolirPyämie im Lazareth zu Görlitz.
[Oberstabsarzt Dr i
X. A 95.Taf. XXXIX. Fig. 1, la und Ib.Zerschmetterung des rechten Oberschenkels8 cm unterhalb der Spitze des Trochanter major. Fünf)!nach der Verletzung bei der Sektion gewonnen.
Der Knochen bildet an der Bruchstelle eine weite, mmassige Höhle, die nur an ihrer vorderen Wand eilKnochenbrücke zeigt, welche die Vereinigung der Fra;bewirkt hatte. Diese Brücke zerbrach bei Anlegung desVerbandes, acht Stunden vor dem Tode, unter hörbarem hiDas in einer sehr porösen Lade steckende zentralestück, welches auf der unteren Sägefläche des PräparsKonturen des Oberschenkels wiedergiebt, hing zusammieinem spindelförmigen, 16 cm langen Sequester, der s»zur unteren Epiphyse des Oberschenkels hinab erstreckte
Musketier Pfitzner hatte am 28. Juni bei Skalitzeinen Granatschuss eine Zerschmetterung des rechtenschenkeis, etwa 8 cm unterhalb der Spitze des Trochanter:erlitten, er erlag am 24. Dezember 1866 einer Verjaides rechten Kniegelenks und des Zellgewebes am rechtenSchenkel.
[Stabsarzt Schwann, Reservelazareth Bei
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X. A 96.
Schussfraktur
der Diaphyse des rechten Oberschenkels mit starker
tudinaler Verschiebung der Bruchenden. Die '
bestand aus einer ligamentösen Kapsel, in der ai
Stellen Ossifikation begann. Der Knochen ist an den,
enden in ausgedehntem Maasse nekrotisirt.
Von der ligamentösen Kapsel ist am Präparat m
wenig zu sehen.
[Stabsarzt Dr. h
Awegenetwa(innen7 cm 1oberlliihöhleund avon wgeschlFverwu;Tod aBaraclBstelle.S.Verän.des II.
Resektionen.Vacat.
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