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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
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Brückende, welches die Weichtheile zu durchbohren drohte,wurde am 31. August resezirt, wohei der andere Theil derKugel gefunden und eine relativ einfache Fraktur konstatirtwurde. Die fortwährend starke Eiterung erschöpfte jedoch denPatienten derart, dass er am 25. September starb.
[Stabsarzt Dr. Roth, Lazareth Zittau.]
X. A 33.
Einfache, nicht konsolidirte Schussfraktur des linken Ober-schenkels.Nur am oberen der beiden vorliegenden Fragmente eine
ausgesprochene Kallusbildung.
X. A 34.
Schussfraktur des rechten Oberschenkels.
Das Präparat besteht aus der oberen Epiphyse des Femur,die Bruchlinie verläuft 3 cm unter der Linea intertrochantericapost. ungefähr parallel mit derselben. Geringe Fissurirung.
Strohgail, verwundet vor Metz. Amputation. Gestorbenam 5. Dezember 1870 im Kriegslazareth zu Talange an Er-schöpfung.
X. A 35.
Schussfraktur des rechten Oberschenkels.Das Präparat, 27 Tage natu der Verletzung bei der Ob-duktion gewonnen, zeigt einen einfachen Schrägbruch ohneSplitterung mit deutlicher nekrotischer Demarkation ausge-dehnter Partien der oberflächlichen Knochenschichten undstammt von einem 1870 im Feldlazareth zu Talange an Septi-cämie verstorbenen Soldaten.
X. A 36.
Schussfraktur des rechten Oberschenkels.
Der Schuss hat die Mitte des rechten Oberschenkels ge-troffen und ein unteres, 23 cm, und ein oberes, 13 cm langesFragment gebildet. Die zwischen beiden gelegene Knochen-partie — hauptsächlich die Stücke des hinteren und innerenUmfanges repräsentirend — war in zahlreiche grössere undkleinere Fragmente zertrümmert, welche, jetzt durch Kallus-massen fest vereinigt, ein einziges 14 cm langes, muldenförmigesStück bilden, dessen Rundung 8 cm misst. An der Innenflächesind zahlreiche Splitter in die um sie herumgewucherten Kallus-massen eingeheilt. Dieses mittlere Fragment ist an der hinteren Seitedes oberen hinaufgeschoben und mit diesem in einem stumpfenWinkel durch umfangreiche Kallusmassen fest verbunden undzwar so, dass die untere Spitze des oberen Fragmentes starknach aussen abweicht. Ebenso ist es mit dem unteren Frag-ment fest vereinigt, wobei die Spitze des letzteren in die mulden-förmige Höhlung des mittleren Stückes hineiugesenkt und hierangelöthet ist. Der ganze Oberschenkel bildet also im oberenDritttheil einen nach innen offenen Winkel, wobei gleichzeitigdas obere Fragment eine Achsendrehung nach vorn gemachthat. Von den getrennt gewesenen Knochenstücken sind ein-zelne kleine nekrotisch, die grösseren aber nicht.
Gregor ßartkowiak vom 2. Posen. Inf. Regt. No. 19,verwundet am 26. August 1870 bei Metz. Tod am 20. November1870 im Barackenlazareth Berlin an Entkräftung.
Sektion: Verkürzung der rechten Extremität um 5 cm.Einschuss an der äusseren Seite 8 cm unterhalb der Spitze desTrochanter maj. Ausschuss fehlt. Jauchehöhle um die Fraktur-stelle bis zum Schenkelhalse und bis zum unteren Drittel desSchenkels mit zahlreichen Taschen und Gängen zwischen denMuskeln; in einer solchen sitzt die bedeutend difformirte
Chassepotkugel. Knie- und Hüftgelenk frei, ebenso dirAlte Spitzeninduration, Bronchopneumonie rechts. SchwatMilztumor. Fettleber.
Das beiliegende Projektil zeigt die bekannte Umkr&nanach Art der Tulpenblüthenblätter.
X. A 37.Taf. XXXI. Fig. 2, 2a und 2b.Splitterbruch durch Schuss in das obere Drittel des üutOberschenkels.
Das Präparat besteht aus der oberen durch Resektionfernten Epiphyse des Femur, an der Frakturstelle hat m^»dann von dem unteren Fragment eine ö'/äcna lange Spitze¥j-rend der Resektion abgesägt, dabei ergab sich der bis über mMitte des Femur nach unten hinabreichende Längsbruch tSplitterung. Dieser Befund machte die Entfernung der gans-Extremität mittelst der bei Hüftgelenks-Exartikulation hhlviSchnittführung nothwendig.
Wehrmann Andreas Maczkowiak vom Posen.Regt. No. 59, verwundet durch Schuss in den linken Ol»Schenkel am 2. Oktober 1870, keine Ausgangsöffnung, KnoAzerschmettert. Die Resektion, der die Absetzung der ganj,Extremität unmittelbar folgte, muss etwa vier Wochen mder Verwundung gemacht sein. Patient starb nämlich ,3. November 1870 zu Talange und es findet sich dabei«Notiz: Tod kurze Zeit nach der Operation an ErschöpftBei der Sektion des Beins fand man die beiliegende Kugel brageschlagen zwischen oberem und unterem Fragment.
X. A 38.
Schussfraktur des rechten Oberschenkelszwischen unterem und mittlerem Drittel mit reichlicher aair.bildung an beiden Bruchenden, aber ohne Konsolidation.
Das Femur ist 10 cm über dem Kniegelenk derartigzwei grössere Stücke und mehrere Splitter gebrochen, dass.wohl das obere wie das untere Stück an den Bruchenden, tzwar beide an ihren Vorderflächen spitz zulaufen, während:hintere Knochenfläche der Bruchstelle in mehrere gros-Splitter auseinander gesprengt ist. Die beiden grossen Bnstücke und an der hinteren Fläche zwei grössere Splittervon starken Kallusmassen umgeben, lassen aber, da das uittBruchstück mit seinem oberen Ende nach hinten und obeidie Höhe gezogen ist, somit mit dem oberen Bruchstück ennach vorn offenen Winkel bildet, eine vielfach ausgebuchtHöhle zwischen sich, welche durch eine Anzahl zwischen sBruchstücken und den Kalluswucherungen befindliche Oeffnm:zugängig ist. Der Knorpel des Hüft- und Kniegelenks st.keine pathologischen Veränderungen.
Es liegt bei die deformirte, im ganzen plattgeschlajKugel.
Johann Stefanski von 8. Komp. 8. Brandenb. Inf.Et!No. 64, erlitt am 16. August 1870 eine Schussfraktur des reckOberschenkels. Unterbindung der Femoralis. Tod am 2ILtober 1870 im Barackenlazareth Berlin an allgemeiner Au;
Sektion: 6 cm oberhalb des rechten Knies, an der voriinneren Fläche des Oberschenkels, findet sich eine 8 cm kschräg von oben und aussen nach innen und unten Verlan«Inzisionswunde, deren schwarzgrüner Grund mit Knochens)tern gefüllt ist und auf den frakturirten, beweglichen Knoeführt. Eine zweite Wunde ist unter dem Lig. Poupartiideren Tiefe die Femoralis, von einer Ligatur umschlungen, InEin Thrombus sitzt weder ober- noch unterhalb der Liga:Die Splitterfraktur ist zwar von vielfach ausgehöhlten Mmassen umgeben, aber ohne Konsolidation. Leichtes Lim'
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