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band IV.
It. Abtheilung: Beschreibung der Präparate.
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siirm. zu einem Packet. In den vollkommen organisirten undalarisirten Adhäsionen sind reichliche Tuberkelknötchen.teu in dem Packet befindet sich zwischen einer Dünndarm-schlinge und einem Theile der Flex. sigm., eingekapselt vonAdhäsionen, eine an der Seite abgeplattete Chassepotkugel. DerDarm selbst ist nirgends geöffnet, beide Blätter des Peritoneumsder rechten Seite sind stahlblau gefärbt. Milz durch band-artige Adhäsionen ans Zwerchfell befestigt, auch in diesen Ad-häsionen sitzen Tuberkel. Die Schleimhaut des Magens undDarmkanals überall glatt ohne Geschwüre. Leber gesund.
[B. L. d. T. F.]
Komplete Frakturen.
VIII. A 3.
Fraktur des rechten horizontalen Schambeinastes mit einerin steckenden Chassepotkugel. Dieselbe ist von oben herein wenig nach innen von dem Tuber ileo pectineum einge-drungen und nach Splitterung der hinteren Wand derartig imKnochen stecken geblieben, dass ihr vorderes abgerundetes Endeauf dem abgesprengten vorderen bezw. inneren Rande des Sitz-beinkörpers ruht.
Aus dem Feldzug 1870. Der Tod soll 10 Tage nach dererletzung eingetreten sein.
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Vier Knochensplitter vom Tub. ischii nebst einer Chasse-potkugel. Die Kugel ist 2 cm lang, vorn platt geschlagen, nacheiner Seite ausgetrieben.
Der Feldwebel Julius Paplow, von der 2. Komp. 6. Pomm.Inf. Kcgts. No. 49, wurde am 2. Dezember 1870 bei Paris am|B8äss verwundet, wodurch das Gs ischii frakturirt wurde. AmDezember 1870 wurden im Barackenlazareth Berlin dieochensplitter und die deformirte Kugel extrahirt. Geheilt.
[B. L. d. T. F.]
VIII. A 5.
Knochensplitter vom Os ilei mit zwei Tuchstücken undeiner Kugel. Letztere ist ein deformirtes Chassepotprojektil,welches vorn seitlich abgeplattet und eckig erscheint; der Manteldes [lintertheils ist quer mehrfach gekerbt; die Basis ist eben-falls deformirt, in derselben befindet sich ein Lumen, dessenWandung von spiralig gewundenen feinen Schraubengängenausgelegt ist> diese gehen fast durch die ganze Dicke der Kugelund markiren sich an der Mantelfläche derselben durch eineErhabenheit. An der plattgedrückten Partie der Spitze zeigtsich eine zweite kleinere und weniger tief eindringende Oeffnung,welche au ihrer Mündung auch ein Stück eines Schraubengangeserkennen lässt. Es handelt sich augenscheinlich um zwei Ver-suche, die Kugel mit einem pfropfenzieherartigen Instrumentzu extrahiren.
Karl Spengler, vom Sachs. Inf. Regt. No. 107, wurde am2. Dezember 1870 bei Paris an der Hüfte verwundet. Diesteckengebliebene Kugel wurde nebst zwei Tuchstücken undSplittern vom Os ilei am 15. Dezember 1870 im Barackenlaza-reth Berlin extrahirt. Geheilt.
[B. L. d. T. F.J
i Sanitäts-Bericht über die Deutschen Heere 1870/71. IV. Bd.
Sekiuidtäre Verhältnisse.
Kontusionen, Absprengungen, einfache Loch-st' Inisse (ohne Splitterung der Beckenknochen),partielle Frakturen.(Hierzu vergl. II. A 10 und 11 und X. A 17.)
VIII. A 6.
Streifschuss des Kamus descend. ossis ischii dextri an der
äusseren hinteren Fläche.
Der Grenadier Joseph Mika, vom 3. Garde-Gren. Regt.,wurde am 30. Oktober 1870 durch den rechten Oberschenkelgeschossen mit Verletzung des Ram. desc. ossis ischii. 24. De-zember 1870 Ligat. der Art. femor., später Ligat. der Iliaca ext.Tod am 11. Januar 1871 im Barackenlazareth Berlin an Pyämie.
Sektion: In der Gegend des rechten Hüftgelenks sitzenmehrere Wunden, eine von der Unterbindung der Iliaca externaeine andere von der Ligat. der Femor. herrührend, eine dritteunterhalb des Ligat. Poupartii ein wenig nach innen von denSchenkelgefässen, die durch einen schiefrig gefärbten Schuss-kanal verbunden ist mit einer vierten Wunde am rechten Gesässüber dem Tuber ischii. Die Unterbindungswunde der Femor.hängt durch einen Eitergang mit dem Schusskanal zusammen.Der rechte Oberschenkel, Hüft- und Kniegelenk sind intakt,die rechte Iliaca externa ist in ihrem Verlauf längs des Psoasganz leer, an der genau zwischen der Epigastrica inferior undder Circumfiexa ilei gelegenen Unterbindungsstelle ist sie zu 3 /*ihres Umfanges durchschnitten, der Ligaturfaden nicht mehrvorhanden. Das zentrale Ende durch guten Thrombus ver-schlossen, das periphere unmittelbar unterhalb der Ligaturstelleleer, aber etwas weiter unten findet sich ein zweiter soliderThrombus. Derselbe erstreckt sich auch ein Stück in die Art.femor. profunda hinein und verschliesst eine unterhalb dosAbganges derselben gelegene Oeffnung. In der Verlaufsrichtungder Femoralis folgt dann ein 2 cm langer schiefrig gefärbterGranulationsherd, in dem von dem Gefäss keine Spur zu findenist. Erst unterhalb dieses Herdes erscheint es wieder, undzwar gefüllt mit einem dritten 3 cm langen Thrombus, dessenperipheres Ende zugespitzt ist.
Die Venen der ganzen rechten Unterextremität, welcheoberflächlich gangränös ist, sind thrombosirt. Da wo die Venafemoralis in den Bereich des Schusskanals kommt, ist derThrombus in einen halbweichen schmierigen Brei verwandelt,die Venenwandung runzlig und verfärbt. Metastatische Abszessein den Lungen, fibrinöse Pleuritis, Milztumor, hochgradigeAnämie.
[B. L. d. T. F.]
VIII. A 7.
Gewehrschuss durch den hinteren Theilder Crista ossis ilei und die angrenzenden Proc. transv.des 4. und 5. Lendenwirbels.Das Präparat besteht aus dem ganzen Becken mit denfünf unteren Lendenwirbeln. An der Spina post. ossis ilei be-findet sich ein Schusskanal, der, diesen Knochen durchdringend,bis in die Gegend zwischen Proc. transv. des 4. und 5. Lenden-wirbels reicht und an der Symphysenscheibe dieser beidenKnochen endet. Der Schusskanal ist von Knochenneubildungenbegrenzt und hat eine Länge von 9 cm.
Füsilier Böttcher vom Anhalt. Inf. Regt. No. 93, ver-wundet am 16. August 1870 bei Toul. Die Kugel drang einauf der Höhe des linken Hüftbeinrandes über der Spina ossis
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