\(m>-\ (1
'« v 7 '
Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
Band
Band P
Gustav Schindler vom 5. Brandenburg. Inf. Regt. No. 48,verwundet am 16. August 1870. Operirt am 25. August 1870im Barackenlazareth Berlin. Geheilt.
[B. L. d. T. F.]
VII. A 17.
Amputation des linken Mittelfingers wegen Schussfrakturder ersten Phalanx.
Erneste Hammon vom 63. Franz. Linien-Regt., verwundetam 4. August 1870. Amput. digiti am 2. September 1870 imLazareth der Kaiser Franz-Kaserne. Geheilt.
[R. L. d. T, F.]
Stümpfe.(Hierzu vergl. VII. A 12 und 5.)
Nekrosen, Sequester.VII. A 18.Dritter Mittelhandknochen der rechten Hand.Das Präparat besteht aus dem ganzen, nekrotisch zerstörtenMetakarpalknochen.
Musketier Karl Viergutz vom 6. Pomm. Inf. Regt.No. 49,erhielt 1866 eine Schussverletzung der rechten Hand. Im Ver-
lauf der Behandlung musste der dritte Mittelhandknotexartikulirt werden. Geheilt.
[Stabsarzt Dr. Behrens, Lazareth Freiburg i. U
VII. A 19.
Nekrotisch abgelöste Gelenkfläche des Metacarpt;medii dextri.
Gemeiner Andreas Gallay vom 34. Oesterreich. Inf.!,,wurde am 3. Juli 1866 verwundet. Der Schusskanal feJ3 cm über dem Karpometakarpal-Gelenk des Kleinfingers iverlief schräg über den Handrücken bis zur Mitte der ersPhalanx des Mittelfingers. Das Knochenstückchen wurde ;23. August extrahirt und der Patient am 9. September mitvöllig geheilter Wunde nach Anclam evakuirt. Die Bewegtim Gelenk nur sehr wenig behindert.
[Dr. Grote, Reservelazareth Petra
vaskul(littenihlingdhäbiDarmder reartigehä--ioii<Darin k
B. Hiebverletzungen.
Vacat.
C. Anderweitige Verletzungen und Krankheit!
Vacat.
Fdarinein w<drungeKuochauf debeinkd
AVerlot
tU^
VIII. Becken.
)C.(0l
A. Schussverletzungen.
Primäre Verhältnisse.
Kontusionen, Absprengungen, partielle Frakturen.
VIII. A 1.
Linkes Darmbein, die Schaufel senkrecht und quer durch-sägt. Auf der äusseren Fläche derselben, entsprechend demunteren Theil der Insertionsstelle des Muse. glut. min., 3 cm überder Pfanne befindet sich eine thalergrosse Rauhigkeit mit kleinenFissuren in der äusseren Tafel und mehreren Bleipartikelchen.Die Knochenläsion ist am trockenen Präparat wenig hervor-tretend. Entsprechend dieser Partie an der inneren Tafel desDarmbeins Fissuren, die für ein ähnliches Verhalten wie dasder Lamina vitrea am Schädel sprechen.
Füsilier Sacher vom 3. Garde-Gren. Regt. Königin Elisa-beth, wurde am 18. August 1870 durch Gewehrschuss in dielinke Hüfte verwundet und starb am 4. September 1870 imBarackenlazareth Berlin an Pyämie.
Sektion: An der linken Hüfte der stark ikterisch gefärbtenLeiche zwei Schussöffnungen, die eine 3 cm nach unten undaussen von der Spina ilei ant. sup., die zweite genau in der-selben Höhe 7 cm nach aussen von der Mitte des Kreuzbeins,letztere fast verheilt. Durch die erstere Oeffnung gelangt manmit dem Finger auf die rauhe, vom Periost entblösste Darm-beinschaufel. Peritonealüberzug dieser Stelle stark blutig, suf-fundirt, Muse, iliac. und Psoas sin. stärk hämorrhag. infiltrirt imintermuscul. Gewebe Eiterzüge, ebensolche auf der Darmbein-Schaufel. Die Vena hypogastr. sin. mit puriformer Thrombus-
masse gefüllt, alle ihre Aeste thrombosirt. In den Muse,grosse hämorrhag. Infiltrationen uud interstitielle EiterzügtIn beiden Lungen theils hämorrhag., theils eitrige Inf«Weicher Milztumor.
[B. L. d. T.I
VIII. A 2.
Rechtes Hüftbein. Zwischen Spina ilei ant. inf. und uist ein dreieckiges Stück herausgeschlagen; das Acetab.Knorpel entblösst, rauh und namentlich im oberen Inkariös zerstört; dazu eine Chassepotkugel, deren vorderes!schräg ab und nach rückwärts umgeschlagen ist.
Füsilier Robert Speck von der 12. Komp. 7. SackRegts. No. 106, wurde am 2. Dezember 1870 bei Paris ieine Chassepotkugel an der rechten Hüfte verwundet. Toi23. Dezember 1870 im Barackenlazareth Berlin au Peituberculosa.
Sektion: In der rechten Hüftgegend sind zwei W<eine Schusswunde und eine Inzisionswunde. Von der SeiÖffnung führt ein jauchiger Schusskanal auf den vordereilder Darmbeinschaufel, aus der dicht über dem Acetab. ein!herausgeschlagen ist. Einige Knochensplitter sitzen nwlden benachbarten Weiehtheilen. Die Jauchung setzt sielin die Fossa iliaca bis nahe an die Symph. sacroiliaca.Periost ist vom Knochen abgelöst, nach unten setzt sielJauchung bis ins Hüftgelenk fort, welches eröffnet uriröthliehem Eiter gefüllt ist. Knorpelüberzüge des Gtzerstört.
Herz und Lungen gesund, in beiden Pulmonalvenen fcPfropfe. In der Bauchhöhle ausgedehnte VerwachsungeiDünndärme untereinander und mit dem Coecum und der I
V
potkiiieiner
r
Inf. 1!
12. 1)
Knoch
heiner
welch«des II:falls ,1Wandausgelund iErl.nl,sich c:welch»erkcnisuche.zu extB2. 1),.steckeSplitt creth 1
Sani
• :• -.-^ ■