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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
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das Cap. radii und 5 cm der Diaphyse entfernt. Infiltration derWeichtheile und Blutungen aus der Interossea machten am24. September 1870 die Amputation des Oberarms erforderlich.Gestorben am 20. Oktober 1870 an Pyämie.
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, HeftI, Fall No. 68.)
VI. A 8.
Taf. XVIII. Fig. 1.
Fast geheilte Schussfraktur des rechten Radius.
Das Präparat ist 8 Wochen nach der Verletzung durchAmputation gewonnen. Der Radius ist 5 cm unter dem Capit.in zwei Hauptfragmente zerbrochen, die durch eine breite poröseKallusmasse bereits wieder vereinigt sind; in der Kallusmassebemerkt man noch mehrere theils lose, theils festsitzendenekrotische Splitter.
Oberstlieutenant Woselka war mit dieser Verwundungvom 3. Juli 1866 bei Königgrätz bis zum 18. August 1866 inBehandlung des Stabsarztes Seki vom 2. schw. F. L. V. A. K.in Nachod. Am 18. August 1866 wurde er vom Prof. Middel-dorpf amputirt. Es fanden sich am Arme grosse Eitersenkungenzwischen den Muskeln, an den AbszessWandungen erweiterteGefässe; eine dreimalige profuse arterielle Hämorrhagie liessvon einer Unterbindung der Art. brachial, nichts hoffen.
VI. A 9.Taf. XVIII. Fig. 2.Schussfraktur des linken Eadius dicht unter dem Kapitulum.Das Präparat ist fünf Wochen nach der Verletzung derLeiche entnommen, der Radius ist nur in zwei Stücke zerbrochen,deren oberes eine 2 cm lange Längsfissur zeigt, beide Bruch-enden sind mit flachen Osteophyten besetzt, keine Konsolidation.Gemeiner Franz Viererble vom Oesterreichischen 79.Inf.Regt., wurde am 29. Juni 1866 bei Jicin verwundet. Am5. Juli kam er in dem Lazareth zu Görlitz an, hier tratenBlutungen aus der Radialis und Inteross. auf. Es wurde dieUnterbindung der Brachialis gemacht (am 20. Juli). Am4. August 1866 erlag der Patient der Pyämie.
[Oberstabsarzt Dr. Toussaint, Lazareth Görlitz.]
VI. A 10.
Nicht konsolidirte Schussfraktur der rechten Ulna.
Jakob Hennes, Obergefreiter der 1. schw. Batt. Rhein.Feld-Art. Regts. No. 8, verwundet am 25. Dezember 1870 beiAmiens durch Granatsplitter am rechten Vorderarm. Gestorbenam 7. Februar 1871 im Barackenlazareth des TempelhoferFeldes an Pyämie.
Sektion: Am rechten Vorderarm 7 cm lange Granatschuss-wunde, durch die man auf Knochensplitter der Ulna kommt;letztere ist schräg frakturirt, das obere Ende 8 cm, das untere19,5 cm lang, das untere ragt 3 cm entblösst und nekrotisch indie Wunde hinein. Auf der Diaphyse der Ulna geringe Osteo-phytenbildung. Radius unverletzt. Leber- und Milzabszesse.
[B. L. d. T. F.]
Amputationen.(Hierzu vergl. VI. A 7, 8 und V. A 54 und 21.)
VI. A 11.
Taf. XVIII. Fig. 3.
Schussdiastase des rechten Radius.
Die Kugel hat etwa die Mitto der unteren Radiusepiphyse
getroffen, Proc. styl, radii ist nicht dislozirt, das der Ulna an-
liegende Stück des Radius nach ersterer hin ausgebe*Kariöse Zerstörung der ganzen unteren Epiphyse. Aniputatiwegen Karies der Handwurzel in der sechsten Woche nach j.Verletzung. Heilung. Lazareth Dresden.
[Dr. Maenel.
VI. A 12.
Schussfraktur des Radius und der Ulna der rechten Sei
unterhalb des Ellenbogengelenks. C. Ar
Das obere Bruchstück des Radius ist 2 cm lang, mit junteren nicht konsolidirt. Die Ulna zeigt eine inkomplFraktur, an der Radialseite einen 4cm langen, schräghinten und unten nach vorn und oben verlaufenden Schikanal, auf der entgegengesetzten Seite eine 3 cm lange Fiischräg von hinten und unten nach vorn und oben verlaiDas Präparat, 5 '/, Wochen nach der Verletzung durch Ampulgewonnen, zeigt an beiden Knochen nur geringe Kallusbil
Christoph Bruns vom 3. Magdeburg. Inf. Regt. No. Iverwundet am 3. Juli 1866. Die Gewehrkugel drang von hinttein und kam vorn zwischen Radius und Ulna heraus. %letzung der Art. rad. Oeftere Nachblutungen. Am 14. Auj1866 Amputation im unteren Drittel des Humerus.
[Lazareth Dresden, 7. schw. Feldlazarett!, Dr. Sack]
Andere Operationen.(Hierzu vergl. VI. A 9.)
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VI. A 13.
Schussfraktur des linken Radius unterhalb des Kapitund Splitterung in der Diaphyse.
Ein grösserer Splitter ist angeheilt, die Frakturaber nicht geheilt, obschon an den Bruchenden Kallusmigebildet sind.
Ludwig Pluwatz vom 1. Westpreuss. Gren. Regt. Na10. Komp., verwundet am 1. September 1870 bei Sedan dmtGewehrschuss in den linken Vorderarm. Am 24. Septem*1870 Unterbindung der Art. brach., am 4. Oktober 1870 Unt!bindung der Art. prof. brachii, 13. Oktober 1870 Unterbindider Subklavia. Gestorben am 8. Dezember 1870 an VerblutetDiffuses Aneurysma der linken Subklavia. Blutungen ausiNieren.
Stümpfe.Vacat.
Nekrosen. Sequester.
VI. A 14.
Sequester von einem amputirten linken Oberarm undtotal nekrotischer linker Radius.
Konrad Wölfel vom 14. Bayer. Inf. Regt., 7. Koterhielt am 1. September 1870 bei Sedan Schuss durchslinken Vorderarm zwischen Radius und Ulna. Am 10. Sitember 1870 Unterbindung der Art. brachialis wegen stanBlutung aus der Interossea. Eitrige Sehnenscheidenentzündcder Extensoren, später auch der Flexoren. Am 25. Septem1870 Dysenterie. Am 14. Oktober 1870 Amput. hum. ■-wegen eitriger Handgelenksentzündung und Nekrose des KaifcAm 26. Dezember 1870'Extraktion eines ringförmigen SequesEaus dem Amputationsstumpf. Am 9. Februar 1871 wird Pafefast vollständig genesen evakuirt.
[Dr. Taesler, Kriegslazareth Bar le Do(
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