82
Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
Band IV
Band 1
4 ttosünJ*
pyht l'<rf\
&AA.
HjL^ 1
fr
0J\.\0UA>
<r1 */
ganze Dicke der Sägefläche des Humerus einnehmendenSequester, der sich im Verlaufe der Heilung exfoliirte, und ausdem neugebildeten Gelenk, das 7 Monate nach der Verletzungder Leiche des an einer anderen Verletzung pyämisch zuGrunde gegangenen Patienten entnommen wurde.
Mattes vom Württemberg. 1. Inf. Regt., verwundet am30. November 1870 durch Schuss in den rechten Ellenbogenund den linken Unterschenkel. Resectio cubiti partialis am13. Dezember. Die Heilung war am 21. Februar 1871 sofortgeschritten, dass Patient nach Stuttgart evakuirt wurde.Nach beschwerlicher Reise trat eine Entzündung des linkenKniegelenks in Zusammenhang mit dem Unterschenkelschussein, die zu Karies, Pyämie und Tod im Juni 1871 führte.
Der Leiche sind die Knochen des resezirten Gelenks ent-nommen; die Gelenkverbindung im frischen Zustande war einefibröse mit massiger Beweglichkeit.
[Stabsarzt Dr. Fetzer.]
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1874, Heft 3 und 4.)
V. A 57.
Der in drei Stücke zertrümmerte Proc. cubit., das Olekranonund das Capitulum radii. Dazu das post mortem entnommene,theilweise Nekrose zeigende Humerusende und die Enden derVorderarmknochen.
Jäger Adolf Goebels, 4. Komp. 10. Jäger-Bats., verwundetam 7. Oktober 1870 bei Metz. Resectio cubiti am 20. Oktober1870 durch Prof. Koenig. Gestorben am 8. November 1870an Pyämie im Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes.
[B. L. d. T. F.]
V. A 58.
Nekrotische Knochenstümpfe von Ober- und Unterarmnach Resektion des Ellenbogengelenks.
V. A 59.
Nekrotischer Stumpf vom Humerus, oberes Ende von Ulnaund Radius nach partieller Resektion. Der Humerusstumpf(11 cm lang) sehr osteoporotisch, zum Theil nekrotisirt und zumTheil mit osteophytischen Auflagerungen umgeben; an dem7 cm langen Stumpfe der Ulna fehlt das Olekranon; die Bruch-fläche ist theilweise mit Knochenwucherung in warzenförmigersammetartiger Form bedeckt. Capit. radii wenig lädirt.
Capitain Anceaux vom 135. Franz. Linien-Regt., ver-wundet am 30. November 1870. Res. cubit. am 1. Dezember1870. Gestorben an Pyämie am 12. Januar 1871.
[Chefarzt Dr. Bussenius, 6. Feldlazareth IV. Armeekorps.](Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 72 No. 139.)(Bei Gurlt, S. 1131 No. 105, erwähnt.)
V. A 60.
Stumpf nach Ellenbogengelenksresektion. Bei Längsdurch-sägung des Stumpfes fand man in der Markhöhle ein grösseresBleifragment, das sich den Wandungen der Markhöhle genauanschmiegt, eingebettet.
Nekrosen und Sequester.(Hierzu vergl. IV. A 64.)
V. A 61.Taf. XVI. Fig. 6.Nekrose der Bruchenden und Karies des linken Ellenbogen-gelenks nach Schussfraktur 9 cm über dem Gelenk. UntereHälfte des Humerus und obere Enden beider Vorderarmknochen.
Der Humerus zeigt 9 cm über der Fossa intercondyl. post. eij.fast einfache Querfraktur mitKallusauflagerungen von unrecr f .massiger Form. Nekrose der Kortikalsubstanz an den Brutlenden. Die Epiphysen sämmtlicher Ellenbogengelenksknocbsind kariös.
Das Präparat ist der Leiche entnommen. Gestorben tPyämie.
V. A 62.
Nekrose des Humerus nach Resektion im EllenbogengeleiDie resezirten Gelenkenden fehlen. Der nach der Resekfinekrotisch gewordene Humerus ist in der Länge von liivorhanden, dazu die oberen Enden von Radius und Ulna, yjletzterer das Olekranon abgesägt.
Karl Braeske vom 9. Jag.Bat., verwundet am 18. Äugt-1870. Res. cubit. am 27. August 1870 im Barackenlazaivdes Tempelhofer Feldes. Gestorben am 6. Oktober 1870 anPyän
[B. L. d. T. Fl(Der Fall ist bei Gurlt, S. 915 No. 278, erwähnt.)
B. Hieb Verletzungen.
Vacat.
C. Anderweitige Verletzungen und Krankheitei
Verletzungen.Vacat.
Krankheiten.
V. C 1.
Präparat einer stumpfwinkligen Ankylose des Ellenbogetgelenks. Die normalen Konfigurationen des Gelenks sind gmverschwunden, man gewahrt weder Kondylen des Humerus n.Olekranon, noch Radiusköpfchen. Es sieht so aus, als wäre 4Humerus in der Gelenkgegend einfach in zwei Knochen, Raund Ulna, gespalten. Das Präparat stammt aus dem Anfatdieses Jahrhunderts und trägt nur die Bezeichnung Ankyk
V. C 2.
Taf. XVI 1. Fig. 1,1a und Ib.
Karies des rechten Ellenbogengelenks. Das Präparat liest.aus zwei Gruppen von Knochen des rechten Arms. Die Knockder einen Gruppe, unteres Ende des Humerus (Fig. la) ioberes Ende der Ulna (Fig. lb), sind trocken aufbewahrt. vwurden gewonnen durch Resektion des Ellenbogengelenks. I 1der anderen Gruppe (Fig. l) angehörenden Knochen, weitmit den entsprechenden Weichtheilen des nach der Resektineugebildeten Ellenbogengelenks zusammensitzen, sindSpiritus aufbewahrt. Sie wurden gewonnen durchAmput.hu:welche zwei Jahre nach der Ellenbogengelenksresektion infoLvon Osteomyelitis des Humerus und Karies des HandgeWausgeführt werden musste.
(Der Fall ist beschrieben: Deutsche militärärztl. Zeitschr. IIS. 390—393.)
V. C 3.Präparat einer Ellenbogengelenkskaries. Radius undülsind durch knöcherne Ankylose rechtwinklig mit dem Humer.verbunden; an sämmtlichen zum Gelenk zusammenstosseiiiKnochenendenmassigehahnenkammförmigeOsteophyten.^ eitelnicht bekannt.
K o n t
des liidurchdes RFissuidverwudes liiDorsalDr. Ai
rßich nund Zcim LiKondvIletztei
an deletzunIInf. i;den Vin deFraktDas PmediaAusga
I
runge