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Band I\'
Band IV.
II. Abtheilung: Beschreibung der Präparate
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V. A 27.Taf. XVI. Fig. 2.Schuss durch die Foss. supracondyl. des rechten Huinerus.Unteres Ende des letzteren bis 8 ein oberhalb der Halsfläche iniele Stücke zertrümmert.
Musketier Uhe vom 15. Inf.Regt., verwundet beiWiesen-thal am 4. Juli 1866. Resektion des ganzen Ellenbogengelenksdurch Langenbeckschen Schnitt am 25. Juli 1866 im Lazarethzu Dermbach. Geheilt.
Endresultat 1874: Verkürzung des rechten Arms um fast10 cm. Aktive Beweglichkeit im neuen Gelenk gleich Null,passive bis zur Berührung des Schlüsselbeins. Handgelenk nurkassiv beweglich. Druck der Hand kräftig. Schreiben istmöglich, die Hand wird über das Papier von der gesunden fort-geschoben.
[Stabsarzt Dr. Starke.](Der Fall ist bei Gurlt, S. 372 No. 4, genau beschrieben.)
V. A 28.Taf. XVI. Fig. 3.Linkes resezirtes Ellenbogengelenk mit theilweiser Zer-trümmerung des oberen Endes der Ulna, und mit Usurirungder tielenkenden.
Musketier Cassel vom 15. Inf. Regt., verwundet bei Wiesen-thal am 4. Juli 1866, resezirt am 2. August 1866, guter Ver-lauf der Wundheilung.
Endresultat 1874: Verkürzung der linken Extremität 2'/-' cm.Aktives Schlottergelenk, Fingergelenke normal beweglich.
[Stabsarzt Dr. Starke, Lazareth Dermbach.](Der Fall ist bei Gurlt, S. 373 No. 5, beschrieben.)
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V. A 29.
Unteres Viertel des Humerus, an der äusseren Seite Ab-sprengung des Kondylus, die Gelenkflächen stark usurirt; dazuabgesägtes Köpfchen des Radius.
Joseph Leber vom 3. Oesterreich. Feldjäger-Bat., verwundetam 3. Juli 1866 durch Schuss mit Absprengung des Condyl.externus. Resezirt durch konsult. Generalarzt Prof. Dr. Wagneram 6. August. Geheilt Ende September. Passive Beweglich-keit im September 1866 gut, aktive noch nicht möglich.
[Stabsarzt Dr. Roth, Lazareth Zittau]
(Der Fall ist bei Gurlt, S. 472 No. 32, beschrieben.)
V. A 30.
Resezirtes unteres Ende des Humerus und oberes Endeder Ulna.
»Musketier Ignatz Seibt vom 5. Brandenburg. Inf. Regt,o. 48, verwundet am 3. Juli 1866, Resektion am 1. August 1866,Tod am 23. September 1866 während der Heilung an Cholera (V)'.[Oberstabsarzt Dr. Toussaint, Lazareth Görlitz.](Her Fall ist bei Gurlt, S. 390 No. 32, erwähnt.)
V. A 31.
Viele nekrotische Trümmer eines Ellenbogengelenks.
Unbekannter Soldat. Die Resektion wurde im Reserve-lazareth der Kaiser Franz-Kaserne vom Prof. Esmarch ausge-führt (1866). Der Operirte wurde nach dem VereinslazarethMoabit evakuirt. Ausgang unbekannt.
[Stabsarzt Dr. ■Nathanson.]
V. A 32.Resezirtes Ellenbogengelenk mit 10 cm vom Humerus.Unteroffizier Sterner vom 26. Inf. Regt., verwundet amJuli 1866. Total resezirt am 2. August nach Langenbeck.■teilt.
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Resultat Anfang Februar 1868: Verkürzung des Armesum 3 1 /-'", keine Abmagerung; die Narbe bricht noch zuweilenauf und kleine Sequester werden noch ausgestossen. Der Ellen-bogen passiv beweglich. Der Arm ist nicht zum Arbeiten, aberzum Schreiben brauchbar.
Endresultat 1874: Verkürzung des resezirten Armes 4 cm.Passives Schlottergelenk, Hand brauchbar.
[Sanitätsrath Dr. Biefel, Reservelazareth Landeshut.]
(Vergl. Langenbeck's Archiv Band XI., 2. Heft S. 435.)
(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 376 No. 10, beschrieben und dasPräparat dort gezeichnet.)
V. A 33.
Resezirtes unteres Ende des Humerus und abgesägtesOlekranon.
Kernobis, 7. Pomm. Inf. Regt. No. 54, verwundet am3. Juli 1866 bei Königgrätz durch Granatsplitter in das linkeEllenbogengelenk und Zertrümmerung der siebenten, achtenund neunten Rippe mit penetrirender Wunde der Thoraxhöhleund Unterleibshöhle. Trotz Trismus, der geheilt wurde, guterVerlauf der Brustwunde. Danach Resektion des Ellenbogen-gelenks am 19. August; sehr guter Verlauf bis 10 Tage nachder Operation. Tod am 7. September an Erschöpfung.
[Stabsarzt Dr. Lendel.](Der Fall ist bei Gurlt, S. 391 No. 35, erwähnt.)
V. A 34.
Sechs grössere Stücke der unteren Humerus-Epiphyse, dazudas kariöse Olekranon.
Sergeant Heinrich Plehn, 6. Pomm. Inf. Regt. No. 49,verwundet am 2. Dezember 1870 bei Champigny durch Schussins linke Ellenbogengelenk. Resezirt am 6. Januar 1871. Total-resektion, auch das bei dem Präparat nicht vorhandene Radius-köpfchen, das total zerschmettert war, wurde mit entfernt.Geheilt.
Endresultat 1876: Verkürzung des ganzen Armes 3'/2cm.Ligamentöse Gelenkverbindung mit aktiver Beweglichkeit.Finger im letzten Phalangealgelenk steif.
(Bei Gurlt, S. 846 No. 111, beschrieben.)
V. A 35.
Resezirte untere Epiphyse des Humerus, resezirte 5 cm vonder Ulna, und die Bruchstücke des Radius.
Landwehrmann Jagodzynski vom 1. Pomm. Landw.Regt. No. 14, verwundet am 7. Januar 1871 durch Gewehr-schuss in das rechte Ellenbogengelenk. Resectio cubit. am30. Januar 1871 im Lazareth zu Strassburg von Dr. Wahl.Ausgang in Heilung.
Endresultat 1875: Ellenbogen im Winkel von 140 Gradankylotisch, Finger aktiv streckbar, aber nur wenig aktiv zubeugen.
[Chefarzt Dr. Schweitzer, Lazareth Strassburg.](Vcrgl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876 S. 87, No. 267.)(Der Fall ist bei Gurlt, S. 901 No. 193, beschrieben.)
V. A 36.
Resezirter Proc. cubit. des Humerus mit Absprengungenvom Condyl. ext. und das resezirte Olekranon.
Robert Lenz, 5. Brandenb. Inf. Regt. No. 48, verwundetam 6. August 1870 bei Spicheren. Resectio cubit. am 26. August1870 im Barackenlazareth Berlin. Am 21. Dezember 1870 mitziemlicher Beweglichkeit entlassen.
Endresultat 1874: Beschränkte aktive Beugung undStreckung. Pro- und Supination im Ellenbogengelenk nicht
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