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4. Chirurgischer Theil B (1884) Die physikalische Wirkung der Geschosse : (mit besonderer Beziehung auf die während des Krieges 1870/71 verwendeten Projektile) ; erläutert an den Präparaten der kriegs-chirurgischen Sammlung des medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelms-Instituts zu Berlin ; nebst dem Katalog der Sammlung
Entstehung
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and IV.

II. AlitlR'ilung: Beschreibung der Präparate.

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Resektionenprimär und intermediär, bis 14 Tage nach der Verletzung).

Totale,(Hierzu vergl. V. A 2, 6, 68.)

V. A 8.

Pro«, cubit. des rechten Iiumerus und obere Gelenkflächeler Ulna sowie Cap. radii.

Musketier Scharnberg vom 4. Brandenburg. Inf. liegt.>. 24, verwundet am 28. November 1870 bei Courcelles.les. cubit. totalis am 30. November 1870. Geheilt.

Endresultat 1875: Verkürzung 3 cm. Vollständige, knöcherne,stumpfwinklige Ankylose. Bewegung der Hand- und Finger-gelenke unvollkommen.

[Stabsarzt Dr. Klewitz.]

(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 73 No. 145.)

(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 815 No. 08, besehrfeben.)

V. A 9.

Proc. cubit. des Iiumerus und die Gelenkfläche der Ulnaund des Radius.

Musketier Marzitger vom 24. Inf. Regt., verwundet am18. November 1870 bei Beauue la Rolande. Res. cubit. am|29. November 1870. Geheilt.

Endresultat 1875: Keine Verkürzung. Vollständige recht-winklige Ankylose. Hand- und Fingergelenke nur passivbeweglich.

| Stabsarzt Dr. Klewitz.J

(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, 8. 70 No. 127.)

(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 815 No. (57, beschrieben.)

V. A 10.

Knie Anzahl grösserer und kleinerer Knochentheile des'dlenbogeugelenks.

Martin Wiebert vom 5. üstpreuss. Inf. Regt. No. 41,verwundet bei Noisseville am 31. August 1870 aus grössterBähe. Resektion am 1. September 1870. Sekundäre Amputationam 20. Oktober 1870. Tod am 4. November 1870 an Pyämie.[Chefarzt Dr. Kilert, 11. Feldlazareth I. Armeekorps.](Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, 8. 50 No. 16.)(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 911 No. 242, erwähnt.)

V. A 11.

Zerschmetterte Gelenkenden vom Ellenbogen.

Musketier Wilhelm Ilodde vom 2. Westfäl. Inf. Regt.

Mo. 15, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte. Res. cubit.

am 22. August 1870. Tod am 27. August 1870 an Wund-

diphtberitis und Septicämie im 1. Feldlazareth VII. Armeekorps.

[Chefarzt Dr. Vagedes.[(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, 8. 74 No. 154.)(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 908 No. 220, erwähnt)

V. A 12.

Resezirte Gelenkfläche des Humerus, 8 cm der gesplittertenUlna und das Köpfehen des frakturirten Radius entfernt.

Peter Lejeune vom 24. Franz. Linien-Regt., verwundetIm 6. August 1870 beiSpicheren durch Gewehrschuss. Res.cubit.am 1!). August 1870 im Lazareth zu Saarbrücken vom Prof..Busch. Im Oktober mit fast geheilter Wunde entlassen.

Endresultat nach Chenu (S. 672):Esquilles, cicatricesadherentes multiples, ankylose."

(Bei Gurlt, 8. 1126 No. 61, erwähnt.)

V. A 13.

Resezirtes, stark zertrümmertes Ellenbogengelenk, dazuein 5 cm langes Granatstück.

Florian Kotus vom Oesterreich. Inf. Regt. No. 3, ver-wundet am 3. Juli 1866. Resezirt Mitte Juli vom Dr. Behrendim Reservelazareth der Kaiser Franz-Kaserne, Berlin. Geheiltmit ziemlich guter aktiver Beweglichkeit.

Endresultat nicht bekannt.

[Stabsarzt Dr. Nathanson.]

(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 463 No. 3, erwähnt)

Partielle Resektionen.(Hierzu vergl. V. A 25, 1, 3, 4, 5, 7, 59, 56.)

V. A 14.

Theile des resezirten oberen Endes des Radius.

Musketier Robert Wetzker vom 2. Westfäl. Inf. Regt.No. 15, verwundet am 18. August 1870. Die Kugel hatte dasobere Ende der Ulna zertrümmert und war im Radius steckengeblieben. Resectio cubit. am 19. August 1870 im 1. Feld-lazareth VII. Armeekorps. Tod am 24. August 1870 anSepticämie.

[Chefarzt Dr. Vagedes.]

(Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 50 No. 15.)

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 908 No. 221, erwähnt.)

v. a ir>.

Resezirtes 3 cm langes Stück des Humerus; von der Ulnadas stark gesplitterte Olekranon entfernt.

Ansebu II üb er vom Bayer. 1. Inf. Regt., verwundet am1. September 1870 bei Sedan. Resectio cubiti am 13. September1870, 14 Tage nach der Verwundung. Tod am 25. September1870 an Trismus.

(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 87 No. 264.)

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 1083 No. 40, erwähnt, die Daten sindnicht ganz identisch.)

V. A IG.

Ein 12 cm langes Stück der Ulna und mehrere Splitter desRadiusköpfekens.

Emil Lorenz vom 72. Inf. Regt., verwundet am 16. August1870 bei Mars la Tour. Resektion am 26. August 1870 imBarackenlazareth Berlin. Geheilt.

Endresultat 1875: rechtwinklige Ankylose. Verkürzung4 cm. Hand- und Fingergelenke frei.

[B. L. (1. T. F.]

(Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 58 No. 66.)

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 868 No. 143, beschrieben.)

V. A 17.

Unteres Ende des rechten Humerus abgesägt in zweiStücken; Defekt am äusseren Winkel.

Füsilier Friedrich Symanczyk vom 33. Inf. Regt., ver-wundet am 7. September 1870 auf Vorposten bei Metz durchSchuss in den rechten Arm mit Eröffnung des Ellenbogen-gelenks. Zuerst Behandlung im Gypsverbande, dann am 14. Sep-tember Resektion des Proc. cubit. in 6 cm Länge durch Assistenz-arzt Dr. Gussei. Geheilt.

Endresultat 1875: Verkürzung des Arms 3 cm. Schlotter-gelenk im Ellenbogen ohne aktive Beweglichkeit. Handgelenkfast steif. Finger gekrümmt.

[Dr. Grimm, 9. Feldlazareth IV. Armeekorps.]

(Der Fall ist bei Gurlt, S. 823 No. 78, beschrieben.)

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