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Katalog der kriegs-chirurgischen Sammlung.
Band 1'
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V. EUenboffeiigelenk.
A. Schussverletzungen.Primäre Verhältnisse.
Kontusionen, Absprengungen, partielle Frakturen.
V. A 1.
Oberes Drittel des linken Radius und der Ulna; vonletzterer Olekranon an der Basis abgeschossen. Fissuren-bildung.
Grenadier Wilhelm Schulz vom 1. Pomni. Gren. Regt.No. 2, verwundet am 3. Juli 1866. Resezirt am 6. Juli 1866,evakuirt am 11. Juli 1866.
[Oberstabsarzt Dr. Toussaiut, Lazareth Görlitz.]
V. A 2.
riclmss durch das linke Ellenbogengelenk.Absprengung des Olekranon.
Die Knochentheile des Gelenks sind in der Länge von 6 cm,von denen etwa gleichviel auf Ilumerus und Ulna kommt, durchResektion entfernt.
"Wilhelm Kuhlmann vom Hannov. Jag. Bat. No. 10.Gewehrschuss am 7. Oktober 1870 vor Metz. Eingangsöffnungl'/ücm nach unten und aussen vom Olekranon, Ausgangs-öffnung 1 'A cm nach oben und innen von demselben. — Am25. Oktober Totalresektion des Ellenbogengelenks durch hinterenLängsschnitt (Oberstabsarzt Dr. Müller). Vom Olekranon findensich zwei losgeschlagene Stücke, auch der Condyl. int. ist ab-geschlagen. Günstiger Verlauf, berechtigte Aussicht auf Wieder-herstellung eines beweglichen Gelenks.
Endresultat 1875: Die aktive Beweglichkeit im Ellenbogen-gelenk ist fast vollständig wieder hergestellt, die Bewegungendes Handgelenks und der Finger lassen nichts zu wünschenübrig. Verkürzung des Arms 2 cm.
[Oberstabsarzt Dr. Boretius.J
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. !)0 No. 288.)
(Der Fall ist bei Gurlt, S. 894 No. 181, genauer beschrieben.)
Komplete Frakturen.
V. A 3.
Ein 6 '/a cm langes Stück dos unteren Endes des rechtenIlumerus durch Schuss in sechs Stücke zersprengt, dazu dasresezirte Olekranon.
Sergeant W. Hoepfner vom 3. Garde-Regt. z. F., ver-wundet am 18. August 1870 bei Mars la Tour. Resektion am30. August 1870 im Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes.Geheilt.
Endresultat 1875: Verkürzung gegen den linken Oberarm9 cm. Verwachsung der Narbe mit dem Nerv, ulnar. Aktivgeringe Beugung, passiv bis zum rechten Winkel möglich,Schulter- und Handgelenk frei, Fingergelenke nicht vollständigzu beugen.
[B. L. d. T. F.]
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 86 No. 260.)
(Der Fall ist bei Gurlt, S. 767 No. 11, genauer beschrieben.)
V. A 4.
Unteres Ende des linken, durch Schuss in das Ellen]gelenk frakturirten Humerus (9'/^ cm lang) mit Abtredes Condyl. int. und eines Theils der Trochlea.
Landwehrmann Klahn vom Schleswig. Landw. Regt. \verwundet am 18. Januar 1871 bei Abbevillers. ResektionGelenkendes des Humerus am 1. Februar 1871 durch Dr.'in der Ausdehnung von 9 '/i cm. Geheilt.
Endresultat 1875 : Verkürzung 6 cm. Vollständiges Schligelenk. Aktive Bewegung im Ellenbogen nicht möglich, p;gut ausführbar. Arm abgemagert, Hand kraftlos.
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 88 No. 276.)
(Der Fall ist bei Gurlt, S. 906 No. 199, genau beschrieben
V. A 5.
Obere Enden des linken Radius und der Ulna invon 7 cm mit Olekranon, der Radius mehrfach gesplund ein Theil der Gelenkfläche abgesprengt, Schuss inEllenbogengelenk.
August Kube vom 2. Brandenburg. Gren. Regt. No,verwundet am 16. August 1870 bei Mars la Tour. Ileselam 1. September 1870 im Barackenlazareth des TempeltFeldes. Geheilt.
Endresultat 1875: Verkürzung 9 cm. SchlottergcsAnästhesie der Hand, Brauchbarkeit der Hand gleich Null,
[B. L. d. T.
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S- 58 No. 61.)
(Der Fall ist bei Gurlt, S. 804 No. 54, beschrieben!deckt sich die Beschreibung der Knochenverletzung nicht mitPräparat.)
V. A 6.
Resezirte Gelenkfläche des linken Humerus; dazu oltotal abgesplittertes Ende der Ulna in 7 cm Länge und reseiRadiusköpfchen.
Bielarzewsky vom 2. Garde-Regt. z. F., verwundet18. August 1870. Res. cubit. am 2. September 187«Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes. Geheilt.
Endresultat 1877: Rechtwinklige Ankylose. Schul:Hand- und fast sämmtliche Fingorgeleuke frei.
[B. L. d. T.I
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 7(5 No. li'
(Der Fall ist bei Gurlt, 8. 763 No. 5, beschrieben.)
V. A 7.
Der resezirte Proc. cubit. hum. und Condyl. int. abgesprund einfache Querfraktur 4 cm darüber, dazu die post wsentnommenen Enden vom resezirten Oberarm und von denkVorderarmknochen nebst einem nekrotischen Sequester.
Sergeant Konrad Hering vom 12. Pion. Bat., verwtam 2. Dezember 1870 bei Paris durch Granatschuss. Res. cam 14. Dezember 1870 durch Prof. Esmarch. Tod am 4.J«1871 im Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes au Py
[B. L. d. T.!
(Vergl. Deutsche militärärztl. Zeitschr. 1876, S. 56 No. &
(Bei Gurlt, S. 1002 No. 20, erwähnt.)
(pn