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Johan uz dem virgiere : eine spätmittelhochdeutsche Ritterdichtung nach flämischer Quelle
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Herbort, Troj. Kr. 2146), weshalb auch synnen (dat. pl): mynnen 2391nicht anzutasten ist; im Versinnern häufig: geleuken 400, kempen 821,gedienen 906, bekennen 1105, sagen 1141. 2867, Z>ö/i2k 1436. 2648, Ver-liesen 1572, helfen 1716 usw. Vgl. Wolter, S. 35, Rueff, a. a. O., S. 31,Brachmann, Zum Reimgebrauch Herborts v. Fritzlar, S. 72 f.Ganz vereinzelt (ich) wolden 970.

-(e)nt st. -(e)t in der 2. pers. plur. ind. ist aus Reimen mit sin undhän zu belegen: ir synt: kint 705. 2577 gegenüber sit: %ijt 917. 1747; «Vhant:lant 2287: allesant 2573: gemanet 2983, die auch in Unser vrowenklage (PBB. 5, 349), im St. Galler Spiel vom Leben Jesu (rhfrk.),Meister Albertus lere (rhfrk.) u. a. auftreten. Anderseits weist glaubet :haubet 2127 zusammen mit den eben angeführten ^/7-Reimen darauf,daß der Dichter sich beider Formen bedient. Im Versinnern sind die -ent-Formen so ausnahmslos durchgeführt, daß man sie schon dem Original zu-erkennen möchte. Im Textabdruck habe ich sie darum belassen. Nursporadisch hingegen finden sich -#z/-Formen in der 2. pers. pl. des ind.und conj. prät. werent 395, wurdent 420. Neben -ent steht gelegent-lich -en : müeßen 614, werden 2276, bitten 2574, slagcn 2581, gedursten1144, müsten 2389, Weinh., § 369. Die Endung -ent ist auch in die 3. pers.pl. ind. prät. eingedrungen: a) bei den prät.-pres.-Verben, z. B. mi'isent244, mogent 2108, sollent 2993, b) in hattent 1422, warent 3121, c) beianderen Verben: sahent 1771, verlurent 1838. Auf -en in der 3. pers.pl. ind. präs. würde der Reim slangen: vmbefangen 2313 deuten, abervmbefangen ist als optat. potent, anzusehen. Einigemal tritt -e an die3. pers. sgl. ind. prät. starker Verba: hüte 181. 507, wante 1544, %ur-hiewe 1453, was schon aus metrischem Grunde dem Schreiber zugehörenwird. Neben durchgängigem ist steht is 618.Auf das Eindringenvon e für i in der 1. pers. sgl. ind. pres. der starken Verba wurde schonoben (Vokalismus unter i) aufmerksam gemacht.

Ein Wort verdient die Behandlung des prät. und part. perf. derschwachen Verba durch den Schreiber. Er liebt offenbar die nicht syn-kopierten Formen auf -ete, -et, wobei -ete oft zu -ile wird. Er bringtsie selbst in Reimen zur Geltung, welche die synkopierte Wortgestaltfordern, z. B. weriten: kofferten 1875, gemanet: hant 2983 oder gibt sieim neutralen Reim dem einen Wort suchite: geruchte. Übrigens betreffendie Belege im Versinnern fast durchaus Verba der alten -6n- und -en-Klasse, sowie solche mit langem Stamm der -/öw-Klasse, also 140 fugete,fulgite 286, lobiten 345. 1024, sagete 359, lebite 455, ^omite 1017. 1347.stappite 1274, anele x 944> h' a g etc 2 °57- 2698, zpgiten 2888, schemete1130. 2201, vellete, vellite 285. 1636. 1444, erwecketen 651, gesencketen,gerechten (part. pf.) 1284. 935, geslackete(i) 1362, rümete 1393, erbeißete1209 u. a.; vgl. auch Böhme, S. 63 (rhfrk. Schreibgebrauch des 15. Jhs).

Bezeichnend ist das Auftreten des Umlauts im conj. prät. desschwachen Verb.: erkente 433, mecbte 541, clegete 744, swechete 2120;