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Es quaä. Ic rade u wale,
Dat gijs meer gewaget vor mimhjoban 1143, 1149—1150; jedoch darf nicht verschwiegen werden, daßjener Vergleich mit Keye sich nur im Johan, nicht in V. findet, wir alsonicht sicher sind, ob er schon im nl. Gedicht stand. Gleichwohl wirdes nach den angeführten Parallelen kaum zweifelhaft sein, daß der Rid-dere metter Mouwen, der dem nl. vielleicht zeitgenössischen Dichter jabekannt gewesen sein kann, einzelne Farben zu dem Bilde hergegebenhat; der Name aber des Intriganten — Gaveron — und die Figur desschwachen Kaisers, der seinen Einflüsterungen immer wieder ein ge-neigtes Ohr leiht, zeigen doch nach einer anderen Richtung als erstemQuellenort, für das Motiv überhaupt als auch für wichtige Züge seinerAusgestaltung — nämlich auf die afrz. chansons de geste bzw. die aufihnen beruhenden jüngeren Neudichtungen. Und da liegt in unseremFall wohl die Gestaltung dieses Motivs im Aiol und Elie de St. Gilles(Geste de Sainl-Güle 1 ) am nächsten: wie Makaire de Lauzanne den Elieund Aiol, so schwärzt Gaveron den Johann bei dem König resp. Kaiseran; um so mehr dürfen wir an dieses biographische Epos denken, als dasMotiv: — der von der Schwester des Königs von Frankreich dem Elie ge-borene Sohn Aiol führt schließlich die Wiedereinsetzung des vertriebenenVaters in seine Besitztümer herbei und versöhnt die Eltern mit demKönig — ja mit unserer Erzählung parallel läuft. 2 Der Name Gaveron(V. Gouweron), der letzten Endes natürlich auf Ganelon des Rolands-liedes, den klassischen Verräter des karolingischen Zyklus, zurückgeht,tritt uns in den Niederlanden ja auch im Renout (aaO. v. 1504 u. ö.)als Gavelone neben Macharius (Makaire) entgegen, und ebenso im Ogier(s. Mone: Übersicht der nl. Volksliteratur, S. 39) als Guwels, GuweloensSohn, neben Macaris von der Losaene. Weder Motiv noch Name seinesTrägers sind also freie Erfindung unseres nl. Dichters, vielmehr aus ver-schiedenen Quellen zusammengemischt. Das gleiche gilt von anderenMotiven seines Werkes, die entweder der Hauptquelle, dem Riebars,fehlen oder so gewendet sind, daß eine Beeinflussung durch afrz. Ge-dichte der eben angeführten Art wiederum mehr als wahrscheinlich wird,selbst wenn dieselbe sich auch nur auf die Ähnlichkeit der äußerenLinienführung beschränkt. Dahin gehören die Haupttaten Johanns:sein erster Riesenkampf (einschließlich der Botschaftsfahrt des Riesen anden Kaiser Sigismund), sein kühner Besuch im Lager der Sarazenen,seine hervorragende Beteiligung in der Sarazenenschlacht, sein Kampfmit dem Riesen vor den Mauern von Paris. Es wird für unseren Zweck
1 W. Foehster, Heilbronn, 1876—1882. — J. Normand et G.Raymond, Paris1877, ur >d G. Reynaud, Paris 1881.
2 Für das Sondermotiv Schwester des Königs (nicht Tochter, wie im Richars Hbiaus) im heimlichen Liebesverhältnis zu einem Ritter kann man natürlich auch an.Blancheflor-Riwalin erinnern.
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