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treffen mit Ciarisse und dem Kind, vor allem das rauhe Strafgerichtan Gaveron) zum Originale stimmen: es ist, wie in der Szenezwischen Johann und dem Kaiser (s. o. S. 14), der derbere, aberauch frischere Ton der chansons de geste 1 gegenüber den langatmigen,gespreizt höfischen Ausführungen von V. — Augenscheinlich gekürztund dadurch etwas unklar geworden ist im Johan (v. 2782—2828) dieBelagerung von Paris durch die Sarazenen. Nach v. 2783 f. hat es denAnschein, daß daran ein ganzes Heer von Riesen teilnahm; aus demeinen, unbenannten Riesen des Sultans in V. sind hier zwei Brüder —Reinwart und Isenwijt — geworden, von denen bezeichnenderweise nurder zweite in Aktion tritt; die Verdoppelung ist demnach eine unbedachteÄnderung des deutschen Bearbeiters. Leider ist diese Episode in V.nur lückenhaft erhalten.
Von ähnlichen, kleineren, unbedachtsamen Änderungen resp. Zu-sätzen, die in die Erzählung oder in den Charakter des Helden einenWiderspruch hineintragen, mögen schließlich noch die folgenden Er-wähnung finden: V. — aber vielleicht nicht dem Original — gegenüberist es ein Zusatz, wenn v. 2317 f. Gaveron sagt: Er (Johann) wirt sichsines godes verdien. Und Machmet mit helfe gedien. Schlimm wird daserst, wenn gleich darauf v. 2333 f. fast die nämlichen Worte Johann,dem unentwegten Verteidiger des Christenglaubens, in den Mund gelegtwerden. Ein recht unbedachter kleiner Zusatz sind die v. 451—456,da sie die Frage nach dem Namen des französischen Edelmanns nahe-legen, deren Beantwortung die Vatersuche zu einem Kinderspiel gemachthätte. Dann v. 1595 ff.: Clarissa sendet fünfzig ihrer Ritter Johann zuHilfe, ohne daß irgendwie begründet wäre, wie sie dies bei verschlossenenToren und ohne Gaverons Erlaubnis tun könne. In V. — io rb , Z. 27 f.nehmen Lancelot (= Lamelot J) 200 und Gautier (= Lanzelot /) n r %Z. 1 f. 3000 Ritter mit sich, als sie Joh. zu Hilfe eilen: im Johan gehensie allein. Hier freilich mag das Ursprüngliche im /. stehen. Naiv istes, daß v. 1859 f. Clarissa aus der belagerten Stadt nach Mompolicreund Salerne um Ärzte sendet, den schwerwunden Johann und seinezwei Gesellen zu heilen. Vgl. V. 11 v \ Z. 8, wo die gesuchten Meisteraugenscheinlich in Rom selbst sich befinden. Immerhin ist das Fest-halten an epischer Tradition seit Hartmanns Armer Heinrich er-wähnenswert. — Nach v. 2728 f. trifft Johann den König von Frank-reich auf der Jagd bei Paris und bringt sofort seine Bitte vor; aber inunmittelbarem Anschluß daran sehen wir ihn (v. 2751 f.) schon frolichdienen bei der Tafel des Königs in Paris, wobei die Erkennungsszenezwischen Mutter und Sohn stattfindet. Darauf wird v. 2782 mit Indes■wart die stat %u Paris / Belegen .. . jäh zur nächsten Szene fortgeschritten,
1 Vgl. z. B. im Renout van Montalbaen (hd. Übertragung St. L. Ver. 174), v. 93 f.das ähnliche summarische Verfahren Karls gegen Hugo von Dordone; oder noch besserv. 1892—1897, wo zur Ähnlichkeit der Tat auch die der Begrüßung des Königs kommt.