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hervorhebt, während die mhd. Dichtung, sicher in Übereinstimmung mitder Quelle, ein ähnliches, durch die (später entdeckte) Verwandtschaftbesser motiviertes Verhältnis zu dem König von Frankreich wenigstensandeutet (vgl. v. 2729—2750). Liegt in jener Änderung eine captatiobenevolentiae des flämischen Bearbeiters der spanischen Oberherrschaftgegenüber? Wir betrachten also die ganze von Bl. i6 va —22 vb reichendePartie in V. als nicht zur mnl. Originaldichtung gehörig. Diese berichtetevielmehr, wie der Johan, einzig, daß der Held, nachdem er Rom ver-lassen hatte, nach etwa vierjähriger Abenteuerfahrt eines Tages in einemWaldtal auf einen alten Ritter, seinen Vater, stieß, der ihm nach seinerBesiegung erst knappe Auskunft über sich selbst, die Mutter und die Um-stände der Aussetzung gibt. Aber gewiß war da nicht törichterweisevon anderen Kindern des Ritters resp. Brüdern Johanns (v. 2534, 2585,vgl. auch v. 2855, 2861) die Rede, wie ja auch V., das die Szene Bl. 22 vbbringt, nur Maghen Jans erwähnt.
4. Ganz im Stil der mnl. Volksbücher sind auch die heimlichenZusammenkünfte und die dabei ausgetauschten höfischen Minnereden derLiebenden gehalten: 5" und 14™, die im Johan keine Parallele haben.Vgl. auch die Darstellung ihrer letzten Zusammenkunft Bl. i5 vb —16™ mitJohan 2341—2354 und 2404 — 2418.
5. Die ausführliche Beschreibung des Ritterschlags Jans Bl. j rb nebstden weitschweifigen Lehren des Kaisers und des Papstes gegenüber derkurzen Darstellung im Johan v. 1051—78. Anderseits dürfte die sich inV. unmittelbar anschließende Messe und Jans Opferspende hier ihren ur-sprünglichen Platz haben (vgl. übereinstimmend Richars v. 823 ff.),während sie im Johan v. 1167 m erst am nächsten Morgen stattfindetund so augenscheinlich mit dem besonderen Kirchenbesuch Jans — V.8™ —■ zusammengeworfen ist.
6. In V. — Bl. 8 rb — gibt Gloriande (= Ciarisse, /.) dem Heldenbeim Auszug zum Riesenkampf einen seidenen Schleier zum Gedenken,dessen Anblick ihn mit hohem Kampfesmut erfüllt, als Hector vandenaensicht der schoonder Helena, im Johan, v. 1188 ff., segnet und küßt sieihn nur. Dort haben wir also das mouiven-Motiv, das im R. m. M. wieim Richars eine bedeutende Rolle spielt. Da aber dieses Motiv bei der-artigen Szenen an und für sich naheliegt und weiterhin davon in V. nichtmehr die Rede ist, so mag es sich um einen Zusatz handeln. Sicherist das jedoch nicht.
7. Bl. I4 rb —i4 vb . Nach der siegreichen Schlacht gegen die Sara-zenen hört der Kaiser Messe, ehe er sich an den Hof begibt. Gloriandeempfängt die Helden und dankt besonders Jan. Der Kaiser läßt die Totenbegraben, die Leichen der Vornehmsten in ihr Land schaffen. Gloriandeund Jan haben eine heimliche Zusammenkunft (s. o. Nr. 4), sie schenktihm als Treuzeichen einen Ring; aber die Neider Jans merken dies und