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Johan uz dem virgiere : eine spätmittelhochdeutsche Ritterdichtung nach flämischer Quelle
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die bei ihm gefunden wurden, zu Umstände. J. bittet ihn um die beisehen. Er will ausziehen, seine ihm gefundenen Sachen und um denEltern zu finden. Der Graf fügt Ritterschlag, den ihm der Kaiser aber

sich, obwohl schwer, in sein Ver-langen und schlägt ihn zum Ritter.Die Zeremonie wird beschrieben.

erst nach einem Jahre geben will.(Die Zeremonie wird an spätererStelle beschrieben v. 1051fr.) J.wünscht seinen Vater ausfindig zumachen, wer\ kritppel oder Mint man.4. J. trifft beim Umherstreifen aufeinen alten Ritter, der seine Wappen

4. R. besiegt Loys im Turnierund erkennt in ihm seinen Vater,

als jener ihm das Baumgarten-Aben- trägt, besiegt ihn im Zweikampfundteuer erzählt. (Im Richars folgt wird von ihm als Sohn erkannt, alsübrigens dieses Motiv vom Vater- er ihm seinen Namen und die Unr-und Sohn-Kampf erst auf 5; auch stände seiner Auffindung offen mit-im R. m. M. begegnet der Held zu- teilt. Dazu als Beweis der Vatererst der Mutter und ebenso im und Sohnschaft das Ringmotiv 1 (v.Sire Degarre.) 2547fr.).

5. R. kommt an den Hof des 5. J., vom Vater betreffs seinerKönigs von Friesland und befreit Mutter aufgeklärt, begibt sich anihn von dem ihn belagernden Sultan den Hof des Königs von Frankreich,von Carsidone. Ciarisse erkennt wo ihn die Mutter alsbald an demin ihm den verlorenen Sohn, als Ring erkennt. Durch einen Sieg-er ihr auf ihre Frage nach Heimat reichen Kampf gegen zwei Riesenund Eltern von seiner Auffindung verdient er sich eine Bitte an denerzählt und das bei ihm gefundene König, nämlich seine Eltern ehelichTuch vorweist. Der König erkennt zu vereinigen. Der König erkenntihn freundlich als Enkel an und über- ihn als Neffen an und überläßt ihmgibt ihm die Führung des Heeres. Land und Krone.

6. R. bringt den Vater an den 6. J. bringt den Vater an denHof des Königs, die Hochzeit der Hof des Königs, er wird gut emp-Eltern findet unter großen Feierlich- fangen und seine Hochzeit mit

keiten statt, der König überläßt ihnendas Land Mangoric.

der Schwester des Königs alsbaldunter großen Lustbarkeiten ge-feiert. Der Graf wird in seinefrüheren Besitztümer wieder ein-gesetzt.Wir sehen, in den Hauptzügen der beiden Dichtungen herrscht tat-sächlich weitgehendste Übereinstimmung. Ferner in manchen Neben-umständen. So spielt hier wie dort der königliche (resp. kaiserliche)Baumgarten eine, wenn schon verschiedene Rolle zu Anfang der Dich-tungen, dort als der Ort, wo R. gezeugt wird, hier als die Fundstelledes ausgesetzten Kindes. Oder wie R. an seinen Knappen, Aubris und

1 Vgl. Lai de Doou, Rom. VIII, 64; Lai de Milun, v. 430 ff.; Yder v. 4799fr.