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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
232
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⸸₂⛨giltig, aber sie leben von einer Pflanze, die zugleich das einzige Futtervieler andern Arten ist. Das erstere scheint fast von keiner Wichtigkeit:Denn was kann es endlich der Insectenkenntniß für Nachtheil bringen,wenn in dem Verzeichnisse der Arten einige vorkommen, die, ob sie sichschon von mehrerley Pflanzen nähren, doch nur von einer derselben denNamen tragen? Der Raupenerzieher erhält hiedurch doch genugsame An-leitung, wie er seine Raupe begnügen, und zur Vollkommenheit bringekönne. Alle übrigen Pflanzenarten, die ihr gleichfalls zur Speise dienen,wird er zu seiner Zeit in ihrer Geschichte lesen. Unterdessen haben wir ausdergleichen verschiedenen Gewächsen doch meist jenes, die Raupenart zu be-zeichnen, gewählet, welches uns dieselbe vorzüglich zu lieben schien.Den andern Fall belangend, müßen wir gestehen, daß wir selbsteneinigermassen verlegen waren. Man weis schon, was wir für ein Mittelgewählet haben. Wir haben es, wo sich der Umstand zuerst ereignete(45. und wieder 51. S.) deutlich angezeiget. Allein einsichtsvolle und indiesem Fache wohl erfahrne Freunde, die wir hierüber um ihre Meynungbathen, haben uns ein und anders dawider eingewendet. Wir wollen nichtsverhehlen: Nicht wenige Gelehrte unsers Deutschlandes, Liebhaber der Na-turgeschichte, sagten sie, sehen einer in unsrer Landessprache wohl einge-richteten Nomenclatur der Pflanzen mit sehnlichstem Verlangen entgegen.Diese zu Stande zu bringen ist unumgänglich nöthig, daß für jede Art nurein einziger Namen festgestellt, und alle jenen in den verschiedenen deutschenProvinzen üblichen gleichgeltenden Benennungen abgethan, und der Ver-gessenheit überlassen werden. Nun, hier werden sie beybehalten, und aufeine gewisse Art bestättiget. Dabey werden sie doch den meisten Lesern ganzunverständlich seyn, manche nicht sehr gelehrte Insectensammler aber irremachen, oder auch sehr weit verführen. Sollte man daher nicht besser ge-than haben, wenn man einige für sich sonst gänzlich nichts bedeutende Na-men gewählet hätte? Unsere Antwort war beyläufig diese: eine sol-che deutsche Nomenclatur ist auch unser Wunsch; es wird aber vielleichtnoch eine geraume Zeit verfließen, bis jede der deutschen Provinzen die mei-sten der bey ihr von jeher üblichen Gewächsnamen wird verlernen, und an-dere, allererst zu bestimmende einmüthig annehmen wollen. Wenigstens sinddie bisher gemachten Versuche von geringer Wirkung gewesen. Es bleibt