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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
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III. Abschnitt.Gedanken von der Stelle der Schmetterlinge im Thier-reiche, ihrer Folge untereinander, und ihren Namen.I. §.Man ist den Schmetterlingen durch alle vier Gestalten gefolget, unterwelchen sie auf der Schaubühne der Natur erscheinen. Nun läßtsichs fragen: welche Stelle scheint ihnen die grosse Meisterinn im Thierreicheangewiesen zu haben? Und mit welcher Folge unter sich behaupten sie dieseStelle? Wir wollen unsre Gedanken ohne alle demonstrative Zuversicht er-öffnen. Es ist eine von allen Naturforschern nun schon eingestandene Wahr-heit, daß die Allmacht des Schöpfers in Hervorbringung ihrer Werke, sozu sagen, Schritt auf Schritt fortgehe, und keinen Zwischenraum lasse,dessen Gränzen sich nicht ineinander verlöhren. Man kann freylich nichtüberall die Linie der Verschmelzung angeben, weil noch nicht alles in derNatur entdecket, und uns bekannt ist; allein, daß das Thierreich (Regnumanimale) mit dem Pflanzenreiche (Regnum vegetabile) durch die Thier-pflanzen (Zoophyta) und diese beyden Reiche mit dem Steinreiche (Regnumminerale) durch die Steinpflanzen (Lithophyta) verbunden sind, daß imThierreiche z. B. die vierfüßigen Thiere (Mammalia) durch das Wallroß,den Seehund u. s. f. (Phocae) zu den Amphibien (Amphibia) und diesedurch die Fische mit Luftlöchern an den Seiten (Nantes vel pisces chon-dropterygii) zu den wahren Fischen übergehen, daß endlich die Fische durchden fliegenden Fisch (Exocoetus) an die Vögel, und diese Mittels der Fle-dermaus an die vierfüßigen Thiere gränzen, daran wird wohl niemand zwei-