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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
231
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Abfällen fortgesetzten einfachen Reihe alle irdischen Wesen vereiniget, derNatur der Dinge nicht wohl angemessen, nicht sehr wahrhaft sey? Solltesich die von Hrn. Bonnet berührte Vergleichung mit einem sich oben in Ae-ste und ferner in Zweige theilenden Baume, oder, wenn man von den we-niger zusammengesetzten Geschöpfen zu den vollkommnern kommen will, mitaus Quellen, Bächen und kleinern Flüßen in einen grossen Fluß zusam-menstossenden Gewäßern, wie man sie auf einer Karte entworfen sieht, nichtetwa besser schicken? Wenn aber dieses ist, wird man wohl sagen können,daß der Begriff eines Baches ohne Einschließung des Hauptflusses, oderjener eines Astes ohne Vermengung mit dem ganzen Baume, und denn auchdie Vorstellung einer Familie oder Classe aus dem Naturreiche ohne Verei-nigung mit dem übrigen verschiedentlich geordneten Heere der irdischen Din-ge, in der Natur gänzlich ungegründet, und denn falsch und eitel sey?Wird wohl auch jemand behaupten därfen, daß es immer unmöglich gewe-sen sey, jenen Baum mit mehr Zweigen oder Aesten, als er wirklich hat,zu erschaffen, und daß denn alles, was seyn kann, aber wir ver-lieren uns in Zweifeln, und entfernen uns dadurch zu weit von unserm erstenEndzwecke, der da war, im Betreffe der Anordnung unsrer Schmetterlin-ge einigen Einwürfen vorzukommen! Doch nein! so gar weit sindwir davon eben nicht abgewichen.XI.Wir haben in gegenwärtigem Versuche einer Schmetterlingmethodedie linneische Ordnung der Gattungen umgekehrt; die Schwärmer oderAbendschmetterlinge zu erst, dann die Nachtschmetterlinge, die Spinner,Eulen, u. s. f., und nur zuletzt die Tagschmetterlinge, oder Falter gestel-let; und dieses, wie wir uns oben (III. Abschn. I. II. §.) erkläret haben,um mehr in die Wege der Natur einzuschlagen, auf denen sich überall eini-ger, nie widersprochener Zusammenhang, oder sanfter Uebergang zeiget.Wir suchten daher schon in eben demselben Abschnitte (III. IV. §.) zu be-weisen, daß unsre erstern Schwärmerarten einige Verwandtschaft, d. i.einige Aehnlichkeit an Gestalt und Eigenschaften mit einer von den vorher-gehen-