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Die St.-Quirinus-Kirche zu Neuss : unter Zugrundelegung der Restaurationspläne des Regierungsbaumeisters Julius Busch
Entstehung
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Das Innere wird durch eine Senkung des Fussbodens der Vierung auf diein den Abbildungen (Fig. 6, 7 und 9) gegebene Höhe und durch Verschiebung desHochaltars aus der Vierung in die Apsis eine wesentliche Besserung erfahren; 1 )die gegenwärtige Stellung des Altars 2 ) war veranlasst durch den Mangel einerSakristei, welche ehedem in dem anstossenden Flügel der Stiftsgebäude unter-gebracht und mit dem Abbruch derselben in Wegfall gekommen war. Zum Ersatzrückte man den Altar in die Vierung und machte die Chorapsis zur Sakristei.Um diese, die Innenwirkung in hohem Maasse störende Anordnung zu beseitigen,soll auf der Nordseite ein besonderer, dem Styl der Kirche sich anschliessender,in der Form bescheidener Sakristeibau errichtet werden. Dass der Orgeleinbauin Wegfall kommen wird, wurde schon erwähnt. Die neue Orgel wird zweigetheiltund in den angrenzenden Räumen des Westbaues ihren Platz finden. Da auf derneuen Westempore nur der Spieltisch zur Aufstellung kommt, werden die schönenArchitekturlinien der Westwand wieder vollständig freigelegt.

Die im vorigen Jahrhundert vorgenommene Erhöhung des Fussbodens istbereits beseitigt und unter gleichzeitiger Senkung des Aussenterrains die ursprüng-liche Höhenlage wieder hergestellt worden. Ausserdem wurde der alte, im Jahre1747 zu einer Grabstätte umgestaltete Krypteneingang wieder geöffnet und mit denzum Querschiff führenden neuen Treppenanlagen einheitlich verbunden (Fig. 6 und 9).

Ebenso ist die Krypta, nachdem sie Jahrzehnte lang als Rumpelkammergedient, durch eine würdige Restauration wieder ihrer gottesdienstlichen Bestim-mung zurückgegeben.

Kein anderer Bautheil von St. Quirin weist so viele Reste aus der derErbauung der jetzigen Kirche vorangehenden Zeit auf wie die Krypta; die Be-schreibung derselben verbindet sich deshalb am besten mit der Untersuchungüber.die Bauthätigkeit des 9. und 11. Jahrhunderts, eine Arbeit, die zwar bei derdurchgreifenden Umgestaltung des 13. Jahrhunderts nur ein lückenhaftes Bildergeben, aber allein einiges Licht werfen kann auf die auffallenden Erscheinungen,welche sich in dem jetzigen Baubestande von St. Quirin zeigen und bisher fastallgemein ihrem Erbauer zur Last gelegt worden sind.

') Bei dieser Gelegenheit soll auch der jetzige, nach den Plänen des Dombaumeisters Zw im ererrichtete Hochaltar durch einen dem Style der Kirche mehr entsprechenden ersetzt werden.2 ) Dieselbe ist im Grundriss (Fig. o) durch die Altarstufen angedeutet.