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Katalog der kriegs-chirnrgischen Sammlung.
Band IV,
linken Fuss; die Kugel drang auf dem Fussblatt ein, an derSohle wieder aus. Am 25. Dezember 1870 Tod an Pyämie imBarackenlazareth des Tempelhofer Feldes.
Sektion: Eitrige Infiltration entlang den Beugesehnen.Thrombophlebitis der Venen des Fusses. Vereiterung der dieFusswurzelknochen untereinander und mit den Mittelfussknochenverbindenden Gelenke.
[B. L. d. T. F.]
XIII. A 17.Schussfraktur des vierten und fünften Mittelfussknochenslinkerseits.Heinrich Besle vom 3. Westfäl. Inf. Kegt. No. 16, ver-wundet am 16. August 1870 durch zwei Gewehrkugeln, wovondie eine den linken Oberschenkel, die andere den vierten undfünften Mittelfussknochen derselben Seite frakturirte. Tod am3. Februar 1871 an Pyämie im Barackenlazareth des Tempel-hofer Feldes. [B. L. <L T. F.]
XIII. A 18.
Schussfraktur des fünften Mittelfussknochens rechterseits.
An der Dorsalfläche des distalen Bruchstückes ist ein1,5 cm langer Splitter in fast vertikaler Stellung mit seinemspitzen Ende angeheilt. Von dem proximalen Abschnitt desKnochens ist ein muldenförmig ausgehöhltes Fragment — derBasis zugehörend — am äusseren oberen Rande der Tarso-metatarsal-Gelenkfiäche festgelöthet.
Albert Hert er vom Kaiser Franz Garde-Gren. Regt. No. 2wurde am 1. September 1870 durch den rechten Mittelfussgeschossen. Tod am 12. Dezember 1870 im Barackenlazarethdes Tempelhofer Feldes an Ileotyphus.
Sektion: Am rechten Fussrücken über dem vierten undfünften Metatarsalknochen eine "Wundfläche, in deren Grunderauher Knochen fühlbar ist. An der Fusssohle etwas weiternach vorn eine eingezogene Narbe. In den Muskeln sitzt hierein Bleistückchen. Die Fraktur des fünften Mittelfussknochensist nicht geheilt.
[B. L. (1. T. F.]
Xlll. A 19.Schussfraktur des zweiten Keilbeins und zweiten Mittel-fussknochens der linken Seite.Das Präparat ist gewonnen durch Amput. cruris 9 Wochennach der Verletzung. An dem amputirten Theil zeigte sichknöcherne Ankylose zwischen Os naviculare und Os cuneiformeprim. sowie oberflächliche Karies sämmtlicher Fusswurzel- undMittelfussknochen.
XIII. A 20.
Schussfraktur des rechten Fnssgelenks.Umfangreiche Substanzverluste am Talus und Kalkaneus,kariöse Zerstörung der Gelenkenden der Tibia und Fibula.
Musketier Matthias Abschlag vom Rhein. Inf. Regt.No. 65, verwundet am 23. Dezember 1870 an der Hallue, Zer-malmung des Astragalus. Im Verlauf der Behandlung Gangrän.Am 3. Februar 1871 Amput. cruris 11cm über dem Fuss-gelenk.
[8. Feldlazareth I. Armeekorps.]
XIII. A 21.
Schussfraktur des rechten Talus und Kalkaneus.Das Präparat ist gewonnen durch Resektion und bestehtaus den Trümmern der beiden genannten Knochen und demunteren, 5,5 cm langen Abschnitt der Fibula. Es stammt ausdem Feldzug 1870/71.
Resektionen.(Hierzu vergl. 21.)
XIII. A 22.
Resektion des linken Fussgelenks wegen Gewehrschuss-fraktur 6 cm oberhalb des Gelenks. Fibula ohne erheblicheSplitterung und Fissurirung frakturirt. Tibia durch Längs-und Querspaltungen in sechs Fragmente zerbrochen, so dassdie Gelenkfläche mehrfach getheilt ist. Keine Kallusbildung.
Unteroffizier Kulow vom 8. Brandenburg. Inf. Regt.No.64,5. Komp., verwundet am 16. August 1870 bei Vionville. Ein-und Ausgangsöffnung an den Seiten des Fussgelenks, dichtoberhalb der Malleolen. Nach acht Tagen starke Eiterung.Am 24. August 1870 Extraktion von Knochensplittern. Am1. September wegen profuser jauchiger Eiterung Resektion desFussgelenks durch zwei seitliche Schnitte im 8. Feldlazarett |III. Armeekorps. Der intakte Talus ist nicht entfernt. Gips-verband. Sehr günstiger Verlauf. Evakuirt am 29. September I1870 nach Gorze und am 3. Oktober nach dem Barackenlazareth |des Tempelhofer Feldes.
Endresultat 1875 : Verkürzung des Gliedes 12,5 cm. Stellung Ides Fusses zum Unterschenkel fast normal. Beweglichkeit im Ineuen Gelenk passiv nach allen Richtungen frei; aktiv nur |Beugung und Streckung in der Hälfte des normalen Urnfanges.Brauchbarkeit des Fusses gering, kann nur eine Viertelstundegehen.
(Vergl. Grosshein), Fussgelenksresektionen, Fall 55, Deutsche Imilitärärztl. Zeitechr. 1876, 8. 277; desgl. Gurlt, S. 968 No. 28.)
Xin. A 23.
Resektion des linken Fussgelenks wegen Schussfraktur iMall. ext. mit Eröffnung des Fussgelenks. Es sind entfernt Idas frakturirte Ende der Fibula und 3 cm der Tibia.
Hugo Engelmann von der Garde-Feld-Artillerie, ver-lwundet am 18. August 1870. Res. pedis am 4. September!Barackenlazareth des Tempelhofer Feldes.
Endresultat 1876: Verkürzung 3 cm. Gelenkverbindung Ischlotternd, keine Ankylose. Patient kann '/» Meile laufen.fgebraucht dann zwei Stöcke.
(Vergl. Grosslieim, Resektionen, Fall 57; desgl. Gurlt, 8. 974|No. 35.)
XIII. A 24.
Resektion des rechten Fussgelenks wegen Schussfraktmlder unteren Epiphyse der Tibia.
Das Präparat besteht aus den 5 cm über dem Fussgelenllresezirten Epiphysen der Unterschenkelknochen und deil15 Tage nach der Operation aus der Leiche entnommenen TalnJdessen Fussgelenksfläche fast ganz ihres Knorpels beraubt ist!An den Knochenstümpfen keinerlei Kallusbildung.
Husar Jakob vom Brandenburg. Hus. Regt. No. 3 wurdilverwundet am 16. August 1870 am inneren Knöchel des rechte«Fusses mit der Eingangsöffnung vorn und innen vor deilMall. int. Ausgangsöffnung hinten und innen an der innere«Seite des Kalkaneus. Res. pedis am 3. Oktober 1870, wobeilder Mall. int. abbricht. Talus bleibt erhalten. Tod aal18. Oktober 1870 an Pyämie. Auch das Gelenk zwischen Tahi|und Kalkaneus war vereitert und der Knorpel rarefizirt.
(Vergl. Grossheim, Resektionen, Fall 66; desgl. Gurlt, S.No. 60.)
XIII. A 25.
Resektion des linken Talus wegen Frakturirung dessen)'!durch Gewehrschuss.