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listen in den Commentar verwiesen würden. So würdesich z. B. Virgils Aeneis zur gemeinsamen Bearbeitung durcheinen Formalisten und Realisten eignen, in sofern es sichverlohnt, einmal methodisch zu prüfen, wieviel römischeAlterthümer und welche eigentlich in der Aeneis stecken,wieviel die alten Erklärer nur hineingetragen. So könnteLivius erspriesslich zugleich von einem Formalisten und_Historiker commentirt werden, da er zugleich eine geschicht-liche Quelle erster Wichtigkeit und, nach Cicero und Cae-sar, das schönste Denkmal urbaner römischer Prosa ist.So würden die Lexica des Verrius Flaccus und Hesychiusder vereinten Thätigkeit eines Realisten und Formalistenein dankbares Feld bieten, und ihnen könnte sich, als Drit-ter im Bunde, ein Sprachvergleicher zugesellen.
Besonders wäre es erfreulich, wenn es gelänge, eineAnzahl Gelehrter, mit einem einheitlichen, vorher bis inskleinste Detail fixirten Programm, zur Herausgabe einesneuen lateinischen oder griechischen Lexicons zu vereinigen,da die vorhandenen keineswegs dem heutigen Stande derWissenschaft entsprechen, und jene Aufgaben die Krafteines Einzelnen, und wäre es selbst die grösste, weit über-schreiten. Ein solches Unternehmen wäre allerdings kaumauszuführen ohne staatliche Beihülfe, doch würde sichdiese wohl finden.
Ich gehe jetzt zum letzten Theil dieser Schrift über,indem ich eine Anzahl Zusätze, die ich mir am Rande derwissenschaftlichen Biographie Ritschl's notirt habe, publicire.
S. ii bitte ich nach Z. 3 einzufügen:
Noch ein Moment ist zur Empfehlung der eben dar-gelegten Ansicht hervorzuheben, das zwar wissenschaftlichkaum zählen kann, in der Rücksicht aber auf das Leben,