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bemerklich werden, weniger in der Wortbedeutung, nochweniger in der Syntax, und am wenigsten wenn ich nichtirre, in der Prosodie und Metrik, vielleicht Homer ausge-nommen, aber kaum Plautus.
So bildet die Sprachvergleichung theils den Vorpostender klassischen Philologie, theils den Begleiter von denfrühesten Zeiten bis zum Ersterben der alten Sprachen, in-dem sie überall auszuhelfen sucht, wo die Kenntniss desLatein und Griechisch allein nicht ausreicht.
Zu solchem Zusammenwirken also kann nur eifrigstaufgefordert werden. Möge man dabei alle kleinlichen Eifer-süchteleien aus dem Spiel lassen! Was liegt daran, ob zu-erst der Philologe oder der Sprachvergleicher über das Di-gamma bei Homer, das auslautende d im ältesten Lateinrichtig geurtheilt hat ? Der Wissenschaft kommt es nur daraufan, was entdeckt ist, nicht, wer entdeckt hat.
Mögen Philologie und Sprachvergleichung nie verges-sen, dass sie beide einen gleich gefährlichen Gegner haben— den um sich gereifenden Materialismus, der ein Feindaller philologischen wie historischen Forschung ist undsein muss.
Ich erwähnte vorhin des Zusammenarbeitens von Phi-lologen,
Man hat es zuweilen bedauert, dass die Philologen soselten sich zu gemeinsamer Arbeit zusammenthun. Ichglaube aber, sie verdienen dafür mehr Lob als Tadel. Umdies zu begründen, muss ich freilich zunächst erklären, wasich unter gemeinsamer Arbeit verstehe.
Also ich meine darunter nicht das mehr mechanischeZusammenwirken, wenn, wie zuweilen geschieht, ältere, re-nommirte Gelehrte sich jüngere, in der Wissenschaft wenig