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hunderte nichts wussten, bei denen man nie recht erkennt,wo der Philologe aufhört und wo der Sprachvergleicheranfängt, und gegen die deshalb der Philologe, trotz desbesten Willens, leicht ungerecht sein kann. Denn wir be-merken, dass sie nicht so in den alten Autoren, sowie inder philologischen Litteratur bewandert sind, um im strengenSinn des Wortes als Philologen gelten zu können, um aufdem Gebiet der Philologie überall aus erster und zugleichbester Quelle zu schöpfen: aber wir können nicht beur-theilen, wie weit sie diesen Mangel durch desto gediegenereKenntniss des Altindischen, Altpersischen, Altgermanischen,Kirchenslawischen, Celtischen u. s. w. compensiren.
Mag jeder nach .seinem Ermessen handeln: mir scheintheutzutage der Spruch des Dichters »in der Beschränkungsteigt sich erst der Meister« besonders für den Philologenzu gelten.
Wenn endlich, wie es scheint, manche Philologen des-halb die Vereinigung der Sprachvergleichung mit ihrer Wis-senschaft begünstigen, weil sie mit Hülfe des Sanskrit zahl-reichere und wichtigere Resultate zu erreichen hoffen alsdurch Beschränkung auf das allerdings weit mehr unter-suchte Gebiet der Philologie, so dürfte dies auf Täuschungberuhen. Denn in Wahrheit ist, wie schon oben bemerkt,in unserer Wissenschaft fast überall erst ein achtungswertherAnfang gemacht. Man braucht gar nicht so sehr in dieTiefen hinabzusteigen, um Entdeckungen zu machen, wennman nur — zu entdecken versteht.
Wenn ich so im Interesse beider Disciplinen die Grän-zen zwischen ihnen genau fixiren zu müssen glaubte, sobin ich dagegen für enges Zusammenwirken, aufrichtigeFreundschaft, so zu sagen defensives und offensives Bund-