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hier noch ein Epimetron, indem ich zuerst mich an dieBeantwortung einiger von wohlmeinender Seite gestelltenAnfragen mache.
Ein hochgeschätzter Freund in München schreibt mir,dass er sich-im Ganzen mit den von mir in der wissenschaft-lichen Biographie dargelegten Ansichten vereinigen könne,über einiges aber noch genauere Auskunft wünsche. — Zu-nächst ersucht er mich, die Autoren, deren Interpretation,nächst den S. 13 hervorgehobenen, ich S. 14, 15 als selbst-verständlich bezeichne, genauer zu defmiren.
Dieselben zerfallen meiner Ansicht nach, will manganz streng sichten, in drei Klassen, wobei es aber leichtvorkommen kann, dass ein Autor zugleich zweien, gelegent-lich sogar allen dreien angehört.
Zunächst kommen also solche Schriftwerke in Betracht,die gleichsam als Vorschule zu den S. 13 angegebenen,wichtigsten dienen können, indem sie zu deren Erklärungund Verständniss wesentlich beitragen.
So würden Antiphon und Andocides mit Rücksichttheils auf Thucydides, theils auf die spätere Entwickelung derattischen Beredsamkeit verwerthet werden können, ebensoals Gegenstück zu Demosthenes Aeschines, der übrigens auchzuweilen in den Gymnasien gelesen wird. So werden sichmit Beziehung auf Horaz die Fragmente der griechischenLyriker und Jambiker vortrefflich zu einem Colleg eignen— wohlgemerkt zu einem Colleg, nicht zu Uebungen inSeminarien, insofern überhaupt Fragmente nicht zu solchenUebungen verwendet werden sollen! So könnte Lucrez, mitHeranziehung der Fragmente des Ennius und Lucilius, einetreffliche Vorschule für Virgil, Catull mit den übrigen »can-tores Euphorionis« eine gleiche für Virgil und Horaz sein.