Druckschrift 
Die Anwesenheit Napoleons I. in Düsseldorf im Jahre 1811 : hierzu die Kunstbeilage: Einzug Napoleons in die Stadt Düsseldorf
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

7(> Beilagen.

Jetzt nun da gar keine Hülfe mehr vorhanden umabgelöst zu werden und die in den Wagens sitzendenHerren auch nicht warten können, hätte es Courier-massig bis Düsseldorf durchgegangen, wo ihre Pferdegestürtzt wären, und wo man ihnen endlich den Ab-marsch erlaubt habe.

Ihre abgemattete und von Blut getriefte Pferde hättensie nun vor sich her getrieben, und seyen endlich heuteMorgen in ihre Wohnungen zu Walsum angekommen,wo sich die Pferde gleich zur Erde gelegt und fürSchmerzen die Beine von sich geschlagen.

Comparenten baten inständigst, die ungerechte Sacheder höhern Behörde anzuzeigen und derselben dringendstzu bitten, dass diejenige Bauern oder Anspänner, welchesich heimlicher Weise oder auf eine andere Art weg-gestrichen und dadurch ihre Nebenmenschen grossenSchaden und Kosten verursacht hätten, angehaltenwürden, den durch diese weite Tour entstandenen undnoch entstehenden Schaden und die Kosten zu bezahlen.

Sie glaubten nicht, dass alle 30 Pferde acht Tageleben würden und besonders die, welche von Courierenbis Düsseldorf gebraucht wären.

Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben.(Folgen die Unterschriften.)

N. B. Dieses Protokoll wurde vom Maire zu Dinslaken aufge-nommen und am 16. Jan. 1812 erst vom Baron von Sonsfeld (Unter-präfekt zu Essen) dem Präfekten Grafen Borcke mit der Bitte über-sandt, durch die Posthalter Langenstras zu Langenfeld und Lejeunein Düsseldorf die entwichenen Anspänner ermitteln zu lassen, daes ihm und dem Maire von Dinslaken bisher unmöglich gewesensei. Ihm erscheine es nämlich billig, dass die Bauern durch diepflichtvergessenen Anspänner entschädigt würden. Jene beidenPosthalter seien bei den Stationen an der Acher Fähre und zuWittlar thätig gewesen und könnten wohl am ersten Auskunft geben.Zum Schluss empfiehlt er das vorstehende Gesuch der Berücksichti-gung, da die Walsumer Anspänner sich alle prompt gestellt und zu-dem doppelte Dienste geleistet hätten.