II Vorwort.
abgefassten amtlichen Protokolls über die Anwesenheitdes Kaisers machte sich bald fühlbar; eine diesbezüglicheAnfrage in Paris blieb leider ohne den gewünschten Er-folg. Der erhaltenen Antwort nach muss man annehmen,dass das Protokoll nicht mehr vorhanden ist. So warenwir in dieser Beziehung wesentlich auf die SchilderungenBeugnots (Memoiren I. 441 ff.) angewiesen, deren Zuver-lässigkeit umsomehr anzunehmen ist, als dem Autor dieStaatspapiere in vollem Umfang zur Verfügung standen.Natürlich wird man ja nicht jedes Wort eines Memoiren-schreibers auf die Gold wage legen können oder die Wie-dergabe von Reden und Gesprächen wie stenographischeBerichte werthen.
Ausser dem Aktenmaterial und diesen Memoiren sindnoch einige Zeitungen (Journal de l'Empire, Moniteuruniversel, Westphälischer Moniteur) benutzt worden undeiniges wenige aus der im hiesigen Historischen Museumbefindlichen Guntrum'schen Sammlung.
Das beigefügte Bild ist nach einem im Besitze desum die Düsseldorfer Lokalgeschichte sehr verdientenHerrn Ferber hierselbst befindlichen Exemplar hergestelltworden. Es dürfte manchem lieb sein, diesen gut ge-lungenen Abdruck zu besitzen, wenn auch die Darstellungwohl den meisten Düsseldorfern bekannt sein wird.
Noch sei erwähnt, dass bereits A. Kausen in einemtrefflichen Vortrag die Beziehungen Napoleons zu Düssel-dorf dargestellt hat (Düsseldorf 1882), jedoch ohne Be-nutzung des Aktenmaterials und mehr das Aeussere be-rücksichtigend.