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Item ob ain eeweib ain handlt, wer weih oder man, daß trewund er perurt, so solt si den pokstain tragen, und wan si in auf-hebt so ist si umb 2 und 6 ß ^, und den pokstain soll si tragen zuring umb und umb in dem doif 1 ).
21. Tattendorf.
All die mannen die irer weiber nit zu gwalt haben, der herr-schaft, dem richter den gesworen nachreden mit verpotten Worten,soll der richter baide fraw und man in sein straff nemen so langunz si nach rat der viern gestraft werden.
ÖW. 7, 402, 39 ff. Tattendorf a. d. Triosting c. 1450,Klosterneuburger Besitz. Gleichlautend im Nachbardorfe Ober-Waltersdorf 2 ) 1732—68. Heiligenkreuzer Besitz. Hirschstetten 3 )bei Aspern 16. Jahrh., Hagenberg 4 ) bei Mistelbach c. 1554. Diebeiden letztgenannten Orte standen unter weltlicher Herrschaft.
22. Trandorf.
Ob frawn oder diernen rauften oder schluegen an einander oderverpotne wort ausgaben aine der andern, so sein sie den pachstainschuldig zu tragen von ainem ort zum andern, darnach soll sie derrichter oder amptman erfordern, und weliche unrecht 11 ) erfundenwirt die ist zu wandl 12 S\ 6 ).
ÖW. 8, 1010, 34 ff. Trandorf 1530. (Es gieng in diesemJahre vom Stift St. Andrä a. d. Traisen an das Stift Göttweihüber.) Gleichlautend: Bechte des Stiftes Göttweih, der GrafschaftNieder-Banna und der Bürger zu Kottes und Mühldorf 7 ) 1540.Bechte und Freiheiten des Stiftes St. Andrä a. d. Traisen 8 )17. Jahrh.
») ÖW. 8, 891. ») ÖW. 7. 408.
3 ) ÖW. 8, 306. An späterer Stelle (ÖW. 8, 307 Note 10): Item so diefrauen einander scheuen mit verpotnen Worten, ist jede person dem herrn zuwandet 6 ß ^.
Item wan frauen und man einander verletzen jedes an seinen ehren undsolche Verletzung nit genugsam beweisen macht so ist jedes dem herrn zue wandl5 u St.
*) ÖW. 8, 152. 5 ) Variante: mit anjang.
6 ) Variante: 1 tal. A- 7 ) ÖW. 8, 962. ») ÖW. 8, 627.