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Über die Strafe des Steintragens
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tragen von ainem ort zu dem andern, und si soll denselben staindrei siunt niderlegen, und als oft si den von ihr legt so ist si demnachrichter schuldig zu geben zwei/ pfennig; und es soll auch dernachrichter ihr schult öffentlich beruefen. welche fraw hinfür solchsach mit worten gegen frauen oder mann verschuldet, die muessetauch also püessen und den pagstein tragen von einem ort zu demandern und den pagstein hinwider zu der schranen bringen, woltaber derselben frauen mann oder ander iemant von ihrenwegen denrichter, die geschworen oder ander iemant darumben anfeinten, densoll und mag der richter darumb zu seinen handen nehmen undden auch püessen noch rathß rathe.

ÖW. 8, 923 f. Senftenberg bei Krems. 152454. Herr-schaft Schaunberg.

19. Solenau.

Item, ob ain fraw die ander ubl handlet mit verpoten wortenoder mit pösen worten, sol tragen den packstain oder sol der her-schaft verfallen sein 1 tal. ^ und dem richter 12 ^.

ÖW. 7, 382, 30 fl. Markt Solenau 1412 (HerrschaftSchönau).

20. Stratzdorf.

Item ob ain eeweib die ander ubelhandliet, dew ist zu wandel6 ß 2 9\. macht si den man zarnig daz er sich selber rech, daz sol manderkennen zu Prunn in der schrann di zwo gemain was der ver-wandelt hab.

ÖW. 8, 866. Stratzdorf c. 1400 Ebenso Brunn im Felde >),Ende des 15. Jahrh., Gedersdorf 2 ), Anfang des 16. Jahrh.;Nieder-Rohrendorf und Ober-Weidling 3 ). Alle Orte liegen beiKrems und standen unter der Gerichtsbarkeit von Grafeneck.

Brunn und Gedersdorf haben noch eine zweite Stelle:

Item ain ide frume fraw soll haben ir beiplich zucht under. thuet si des nicht, so ist si schuldig den pachstain zu tragenmit der straff nach iem verdienen*).

Gedersdorf hat überdies folgende dritte Bestimmung:

! ) ÖW. 8, 885. 3 ) ÖW. 8, 883 Note a. 3 ) ÖW. 8, 880.4 ) ÖW. 8, 889. erinnert an Schönberg. (Anbang, 17.)