Druckschrift 
Über die Strafe des Steintragens
Entstehung
Seite
52
Einzelbild herunterladen
 

. 52

So ain weih dass antere bößlich schildt ist das wandl32 \ auch soll der richtet' oder ambtmann derselben die fidel anhenkenund mit dem pachstain straffen, verschuldt sie aber ain mehr er s sosolle sie auch höher gestrafft werden.

ÖW. 7, 345. Bohr und Schwarzau. 17. Jahrh.

9. Herzogenburg.

41. Wir ordnen und wölen auch, wo sich zwo fraiven ent-zwaien und aine die andere iren eren verletzete, auch gottslesternvnnd schmähen, so sy angesessen sein, soll die vrsacherin verfallensein 5 u ^; so sy aber solches am guet nit hat vnd solich'ster-wort im prauch hat vnnd sonst leichtfertig ist, so soll sy am negstenfreittag den pockhstain von der seuln, daran er henckht, bis zu derbeleidigten haus tragen.

42. Ob aber unangesessene leichtfertige weiber frumbe frawenchulten, an ehrn verletzten, die sollen den pockstain tragen undsdarnach zum Kremserlhor hinauß die vier straß weisen und zaigen,da mag sy gehen welliche sy will vnd soll ir die Wyden verpoten sein.

Kaltenbaek 2, 121. Herzogenburg auf der Widen 1566.

10. Herrschaft Kranichberg.

Ob die weiber ainander schulten oder rauften, so sint si ver~fallen das frevelwandl zwen und, sechß Schilling und soll den pag-stain das ganz pinmerkt austragen und sollen all nachparn mitgeen,wie dan ir recht ist.

ÖW. 7, 286. Penk.

Welicher der war der den viern oder zweifern nachredet, derselbs an dem pandäding gesessen ist, für ieden zwen und sechsSchilling ^. wann es aber ain frau tätt, so ist si umb zwen undsechß Schilling und soll den pachstain tragen wie dan ir recht ist.

ÖW. 7, 296. Enzenreut (gleichlautend Landschach 1 ).

Weliche frau unbeschaidne oder unziemliche wort trib, die solden bachstain tragen das ganz pimerk aus und wider haim zu demleitgeb, und ir mann soll kaufn ain emer wein den nachparn; undsi gibt nichts. ÖW. 7, 230. Diepolts.

') ÖW. 7, 281.