.herausfordern' 1 ). Eochholz 2 ) stützt darauf seine Erklärung vonpochst ein. Stob er 3 ) schließt sich ihm an und sagt weiter:„bochstein entweder eine andere Form von pochstein, bogstein oderauf die zänkische Natur des Bockes bezüglich". Die Bochholz'scheErklärung kann nur durcb zwei Belege gestützt werden: pochstain16. Jh. in Erdprefs 4 ) und bochstein 1603 in Weikertschlag a.Thaya 5 ).Es sind wohl höchstens Deutungsversuche der betreffenden Schreiber,noch eher bloß graphische Abweichungen. Die am häufigstenvorkommende Form ist pochstain (pog-, pogk-, pogkh-, pokch-,pokstain). Zuerst in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. in Ulrichs-kirchen 0 ) (Nieder-Österr.). 1512 Kahlenbergerdorf: stain genanntpokstain 1 ). Zuletzt im 18. Jh. in Perchtolsdorf 8 ). Hierher ge-hört noch bockstain (c. 1600 Hohenstein) 9 ) und das einmal ge-brauchte bok (1681 in Ober-Nondorf) 10 ). Insbesondere die letzt-erwähnte Form macht es wahrscheinlich, daß man bei pocksteinan einen Bock dachte, sei es an das Tier, oder an einen so be-zeichneten Gegenstand.
Wagstain finden wir in der Bedeutung ,Bagstein' n ) seit demEnde des 15. Jh. (Gutenstein) 12 ) einigemale. Zuletzt 1748 inWeikendorf 13 ). Eine Anlehnung an ,Wage', ja eine Erklärung desBegriffes 14 ) scheint in der Wendung zu liegen wagstain, der da
') Grimm, DWB. 2,200; s. namentlich die Verbindungen pochen undseilenden, pochen und plagen. Vgl. pochzoort Grimm, DWB. 7, 1964. Fischer,Schwab. WB. 1, 1242. Kluge, Etymol. WB. 6, 301.
2 ) Argovia 1862—63, S. 94.
3 ) S. 89 f. Die Variante bogstein wollen Eochholz und St ob er vonmittelniederdeutsch bogge — Kröte ableiten. Vgl. dagegen unten S. 10.
4 ) ÖW. 8, 86. 5 ) ÖW. 8, 243.
6 ) ÖW. 8, 12 dort auch die Variante pockenstain.
') ÖW. 7, 944. ä ) ÖW. 7, 596. Außerdem noch 37mal.
9 ) ÖW. 8, 839. Ferner in Grösten, Archiv f. K. öst. Gesch.-Qu. 25,105. ■
10 ) ÖW. 8, 816.
n ) uuaestein = calculus bereits althochdeutsch (Steinmeyer-Sievers,Ahd. Gl. 2, 13, 32). Mittelhochdeutsch bedeutet wac Gewicht, wage Wage,Folter (Lexer).
13 ) ÖW. 7, 352. 13 ) ÖW. 8, 59.
u ) Daß Volksetj'mologie vorliegt, ist namentlich daraus zu schließen,daß wagstein in Texten gebraucht ist, die im übrigen den Wechsel von b undw im Anlaut nicht zeigen,