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Zweyte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofs Suitbertus, Apsotels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetragen den 7ten des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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29denn mich schrecket, was der Völkerapostelseinem Jünger Timotheus, diesem so heili-gen Bischofe, schreibt: Streit einenguten Streit, und ſorge für eingutes Gewissen bey deinem Glau-ben; denn etliche, welche das gute Ge-wissen nicht achteten, haben auch imGlauben Schiffbruch gelitten. (1Tim. K. 1. V. 19.) Wen, der auch für euerSeelenheil eifert, sollen diese Worte nichtschrecken? Nicht auch euch, m. G.? denn,wenn man seine Augen unter den heutigenChristen umher wirft, sind es wohl christ-liche Sitten, woran man ihren Glaubenerkennen kann? Beweisen es aber nicht auchdie Geschichte, und die Erfahrung (unddies ist der Sieg der katholischen Kirche!)daß es mit den Sitten deren, welche sieverließen, schlecht aussah. Unbedenklichwußte Suitbert nur gar zu gut, wie engeheilige Sitten mit dem wahren Glaubenvereinigt seyn müssen; und daher, da er dieSeinen heilig glauben lehrte, lehrte er sieauch heilig leben; und dies ist es auch, waser noch zum Danke von uns fordert.Es hat nämlich der Glauben zweyer-ley Gegenstände; und da er unserm Ver-stande Geheimnisse vorhalt, welchen wireinen demuthigen und ungezweifelten Bey-fall